Magnus-Hirschfeld-Stiftung vor dem Start
Was Rot-Grün nicht geschafft hat, setzt Schwarz-Gelb jetzt um: Die Bundesregierung hat am Mittwoch die Errichtung der "Bundesstiftung Magnus Hirschfeld" beschlossen.
Die öffentlich-rechtliche Stiftung soll sowohl an die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus erinnern als sich auch mit der heutigen Lebenswelt von Schwulen und Lesben beschäftigen. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erklärte, die Stiftung könne einen "entscheidenden Beitrag" dazu leisten, die Diskriminierung von Homosexuellen abzubauen. Das sei auch nötig: "Auch wenn die Gesellschaft heute offener und liberaler geworden ist, bleibt die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender ein drängendes Problem", so die FDP-Politikerin.
Die Gründung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung war vor zwei Jahren im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbart worden. Zuvor hatte es jahrelang Streit um die Einrichtung gegeben, schon unter Rot-Grün. Der Bundestag hatte bereits im Dezember 2000einstimmig beschlossen, eine entsprechende Stiftung zu errichten, die Umsetzung scheiterte jedoch im Parteienstreit. Nach dem Regierungswechsel ignorierte Schwarz-Rot das Thema komplett, erst die FDP hatten es nach dem schwarz-gelben Wahlsieg wieder auf die Tagesordnung gesetzt.
(mg)
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31.08.2011  Magnus Hirschfeld gilt als Mitbegründer der ersten Homosexuellenbewegung
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