Ein Club für Bremen - Lesben und Schwule warten auf das Highlight 2012
Ca. 550.000 Einwohner, davon schätzungsweise 10 % schwul, lesbisch oder in alle Richtungen offen. Doch einen Club zum Feiern hat die Hansestadt für genau diesen Haufen nicht. Damit ist jedoch ab Februar Schluss, auch wenn es den Fotos nach zu urteilen noch mächtig viel zu tun gibt. Dennis und Dino, die beiden Doppel Ds und zukünftigen Club-Besitzer, reißen Mauern ein. Und dies nicht nur an Ort und Stelle. SCHWULISSIMO sprach mit Dennis über wieso, weshalb, warum?!
 Das Fenster! Zum Hof? Zum Himmel? Zum Schließen? Im Februar weiß man mehr.
SCHWULISSIMO: Dennis, nach Deinen erfolgreichen Partys holst Du jetzt den nächsten Knüller aus der Hose. Wann genau ist denn Eröffnung Deines neuen Clubs?
Dennis: Wir haben uns Samstag, den 11.02.2012 als ersten Tag ausgesucht. So wie es aussieht, schaffen wir diesen Termin auch. Das haben wir allen fleißigen Helfern und Handwerken zu verdanken.
SCHWULISSIMO: Das ist doch mit Sicherheit extrem viel Arbeit. Umbau, Ausbau, Planung. Wie viel Zeit hast Du bereits investiert?
Dennis: Puh, ehrlich gesagt habe ich aus gutem Grund nicht mitgezählt wie viele es genau sind. Aber wenn man alleine die Stunden im Laden einmal zusammenrechnet, die wir täglich dort verbringen, kommen wir bis Januar locker auf 500 Stunden. Und dann sind wir sicher noch nicht fertig. Dazu noch die unendlichen Planungsstunden und Gespräche mit Partnern … Oh Gott, ich höre lieber auf, sonst zweifle ich noch an mir selber ;)
 Die zukünftige Treppe zum Glück. Noch nackig und mit der einen oder anderen Stolperfalle aufgepimpt.
SCHWULISSIMO: Gab es Blessuren während des Umbaus? Ich seh da was an Deinem Auge ;-)
Dennis: Einige … Ich hab sowieso immer besonders viel „Glück“. Vom Glas im Auge über Schnittwunden und Prellungen bis hin zu Stromleitungen – wo eigentlich kein Strom mehr hätte drauf sein dürfen – war schon alles dabei. Aber wir Leben und alle Finger sind dran.
SCHWULISSIMO: Gibt es denn schon einen Namen für Dein Baby?
Dennis: Den gibt es. Und er passt genau zu dem, was ich immer gefragt werde. ABER der wird erst in der nächsten Ausgabe bekannt gegeben ;)
SCHWULISSIMO: Machst Du den Club allein oder hast Du Partner?
Dennis: Nein, alleine wäre es für mich nicht machbar. Irgendwo sind auch Kräfte und Geist mal am Ende und dann muss mal ein wenig Ruhe her. Und da ich die GayCANDY nicht aufgeben möchte, und nebenbei ja auch noch selbst auflege, habe ich mich mit einem sehr guten Freund, dem Dino, zusammengetan und das Projekt ins Leben gerufen. Zusammen haben wir die wichtigen Erfahrungen und ergänzen uns eigentlich in jedem Punkt.
 Das Rohr! Wird das der neue Nebelbooster?
SCHWULISSIMO: Mit was darf man denn im neuen Club rechnen?
Dennis: Im Großen und Ganzen setzen wir auf ein modernes und stimmiges Konzept. Der ganze Club zieht sich über 3 Ebenen und ist voll LED beleuchtet und steuerbar. Neben neuster Licht- und Tontechnik haben wir auch ein abwechslungsreiches Programm mit Themenpartys und Specials.
Musikalisch ist auch für jeden etwas dabei. Von Pop und Charts über House bis 90er wird es alles geben. Außerdem immer eine Afterhour nach der GayCANDY. Zuviel möchte ich aber noch nicht verraten. Aber lasst Euch überraschen.
SCHWULISSIMO: Zum Abschluss noch die Frage: Warum tust Du Dir die ganze Arbeit an?
Dennis: Ganz einfach: Ich habe Lust darauf. Das ganze Nachtleben ist einfach mein Ding und darum stecke ich auch gerne viel Zeit rein. Alle fragten mich immer, warum ich denn keinen Club machen würde, so etwas würde noch fehlen in Bremen. Irgendwann fragte ich mich dann auch selber: „Warum denn eigentlich nicht?!“ Außerdem will ich damit erreichen, dass Bremen noch interessanter für Besucher aus dem Umland wird.
SCHWULISSIMO: Dennis, ich drücke Dir alles, was ich habe und wünsche Dir viel Erfolg! (mg)
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23.12.2011
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