Auch 2011 wurde in Zusammenarbeit mit dem DFB und seinen Landesverbänden der „DFB-Ehrenamtspreis“ ausgelobt. Die DFB-Aktion „Ehrenamt“ ist eine Initiative des DFB und seiner Landesverbände zur Förderung des Ehrenamts in den Fußballvereinen. In allen Landesverbänden und Fußballkreisen sind „Ehrenamtsbeauftragte“ tätig. Auch viele Vereine haben bereits einen Ehrenamtsbeauftragten (VEAB) installiert. 2011 wurde diese Auszeichnung bereits zum 15. Mal verliehen.
Der Hamburger Fußball-Verband konnte vier Frauen oder Männern den DFB-Ehrenamtspreis verleihen. Aus 16 Kandidatinnen und Kandidaten hatte die HFV-Ehrenamtskommission die Qual der Wahl, die vier Nennungen an den DFB weiterzuleiten. Zu den vor kurzem Ausgezeichneten gehört auch Carsten Stock, umtriebiger Leiter der Fußballmannschaft beim schwul-/lesbischen Sportverein „Startschuss“. Carsten ist bereits seit 1994 ehrenamtlich im Fußball tätig. Er war zunächst als Vereinsvorsitzender, Jugendtrainer und Spartenvorstand Jugendfußball in Hannover aktiv. Seit 2004 gehört er zum Abteilungsvorstand Fußball bei Startschuss.
In der Begründung für seine Auszeichnung heißt es u.a.: „Er hat sich insbesondere um die soziale und internationale Integration des Vereins verdient gemacht. Startschuss wendet sich ausdrücklich an Schwule und Lesben, ihre Freundinnen und Freunde und ist bemüht um den Abbau von Diskriminierung. Carsten Stock hat mehrere fantasievolle Werbe- und Postaktionen entwickelt, die einerseits Klischees aufnehmen und humorvoll überwinden. (SCHWULISSIMO berichtete mehrfach) Er hat sich bei der Organisation und Umsetzung intensiv engagiert und so die Projekte möglich gemacht. Die Werbeaktionen waren so erfolgreich, das die Fußballabteilung gewachsen ist und dadurch in der Lage war, erfolgreich an internationalen Fußballturnieren teilzunehmen. Zudem wirkt er seit 2005 in der Organisation der „Startschuss Masters“, einem jährlichen internationalen schwulen Fußballturnier in Hamburg, mit.“
Carsten sagt zu seiner Auszeichnung: „Die Vergabe des Ehrenamtspreises ist mehr als die Anerkennung des persönlichen Einsatzes der letzten Jahre. Es ist auch ein Zeichen des DFB zu dem in Teilen immer noch nicht ganz unproblematischen Verhältnis des Fußballs zu schwulen Spielern.“ (id)