Braunschweig Onkel Emma hat eröffnet!
Nachdem in Braunschweig die lesbisch-schwule Kneipenszene immer mehr verschwand und somit feste Treffpunkte für die Community immer rarer wurden, wurde im Verhältnis dazu die Bedeutung eines Anlaufpunktes und zentralen Treffpunktes immer größer.
Umso erfreulicher war es, dass allmählich die ersten Informationen zum neuen, queeren Zentrum „Onkel Emma“ durchsickerten und damit klar wurde, dass es bald wieder eine Anlaufstelle geben wird. Am 26. November eröffnete dann auch um 19 Uhr mit einer großen Party „Onkel Emma“ seine Pforten und ließ zahlreiche Neugierige und Interessierte ein. Die Heimat des Treffpunktes ist in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Why Not“ in der Echternstraße 9 zu finden.
Das Zentrum für zukünftige Aktivitäten fällt in die Trägerschaft des Vereins für sexuelle Emanzipation e.V. (VSE). Dieser im Jahr 1989 gegründete Verein vertritt die Interessen von Lesben, Schwulen, Bi’s und Trans-Menschen der Region und bereichert die Szene immer wieder mit vielen Aktionen. Dazu gehören unter anderem das ausschließlich ehrenamtlich organisierte und beliebte Sommerloch-Festival mit seinem umfangreichen, zweiwöchigen Rahmenprogramm.
Onkel Emma wird zukünftig die Heimat verschiedenster Veranstaltungen sein: Ob nun Jugendgruppen, BDSMStammtisch, politische Diskussionsrunden, Coming-Out-Gruppen, Lesungen, Lesbencafé oder anderes – das Angebot wird und soll reichhaltig sein und eben auch ein Anlaufpunkt für Ratsuchende. Dazu ist man natürlich auch ein Stück weit auf Ideen und Anregungen aus der Community angewiesen. Daher ist natürlich auch jeder gern dazu eingeladen, seine Ideen mit einzubringen und – natürlich – das Onkel Emma fleißig zu nutzen!
Andreas Paruszewski, Vorstandsmitglied des VSE, betont zur Eröffnung von Onkel Emma: „Wir freuen uns nach langen Jahren der Planung und Vorbereitung das queere Zentrum zu eröffnen. Neben kulturellen und geselligen Veranstaltungen geht es darum, junge Menschen in ihrem Coming out zu unterstützen und präventiv über HIV und sexuell übertragbare Krankheiten aufzuklären.“
Ganz ohne Unterstützung kann natürlich auch die beste Idee nicht umgesetzt werden: Neben zahlreichen ehrenamtlichen Herlferinnen und Helfern, die tatkräftig mit anpackten, gab es auch finanzielle Unterstützung durch Sponsoren. Mit dabei sind unter anderem die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung, die Stadt Braunschweig und das Schwule Forum Niedersachsen. (ds)
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25.11.2011
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