Die Dreigroschenoper
23.02.2012 - 20:00 - Deutsches Schauspielhaus in Hamburg-Großes Haus - HamburgEin Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht. Musik von Kurt Weill Nach John Gays »The Beggar’s Opera« Regie: Jarg Pataki
Regie: Jarg Pataki,Musikalische Leitung: Markus Voigt,Bühne: Anna Börnsen,Choreographie: Rica Blunck,Kostüme: Heide Kastler,Dramaturgie: Michael Propfe,Licht: Annette Ter Meulen,Mit: Achim Buch,Hanns Jörg Krumpholz,Hedi Kriegeskotte,Janning Kahnert,Jürgen Uter,Katja Danowski,Maria Magdalena Wardzinska,Martin Pawlowsky,Tim Grobe,Tristan Seith,Musiker: Christian Gerber,Hans Malte Witte,Henning Stoll,Markus Voigt,Matthias Trippner,Peer Baierlein,Tim Rodig,Fabian Schubert,Franck-Thomas Link,Jakob Neubauer,Jonas Schön
»Was heißt das, nett? Das ist doch nicht nett, du Idiot! Das ist doch Kunst und nicht nett.« BERTOLT BRECHT, DIE DREIGROSCHENOPER Ist die Dreigroschenoper noch zu retten? Als das Werk 1928 auf der Bühne des Theaters am Schiffbauerdamm in Berlin erschien, war es eine Sensation, unwiederholbar: in seiner Mischung aus Musik, die in ihren Mitteln so avanciert wie populär war, und einer, nun ja, lässig erzählten Geschichte, die sich nichts Geringeres vornahm, als den gesellschaftlichen Zynismus mit den Mitteln des Unterhaltungstheaters provokativ zu unterlaufen. Das Ergebnis ist bekannt: Erstickungstod durch Erfolg. Grund genug für den Versuch, dem Werk von neuem auf seine inhaltlichen Sprünge zu verhelfen. Wie? Durch ein Ur-Brechtsches Mittel: die Verfremdung. Anstatt im gefälligen Einklang mit dem Zynismus des Textes seine Pointen zu genießen, wollen wir Motivforschung bei den Figuren betreiben. Herausbekommen, was es wohl ist, das da in ihnen »lügt, hurt, stiehlt und mordet«, die alte Frage Büchners, seinem Danton in den Mund gelegt. Der Mensch ist ein Abgrund, die Welt sowieso: Aus den Comics kennen wir die Figur, die, meistens auf der Flucht, über einen Abgrund hinausgetragen wird. Und wehe, sie blickt hinab... So wollen wir die Dreigroschenoper erzählen. Die Geschichte eines Verbrechers, den fallen zu lassen sich die Gesellschaft gar nicht leisten kann, soll nicht das ganze System zusammenbrechen. Die Geschichte eines Kampfes aller gegen alle. Die Geschichte der (Z)Ersetzung von Liebe durch – Interessen. Im großen Reich der Verdinglichung. Eine Forschungsreise in den vermeintlich bekannten Kontinent eines Unterhaltungs-Klassikers. Ins Herz der Finsternis. Mit Musik. Premiere am 24. April 2010 im Schauspielhaus
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20.01.2012  Die Dreigroschenoper
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