Magen-Darm-Probleme sind das häufigste gesundheitliche Wehwehchen auf Reisen in fremde Länder. Meist handelt es sich dabei um harmlose Anpassungsprobleme des Körpers, die mit einfachen Mitteln behoben werden können.
Bei seinem ersten Bangkok-Urlaub wollte Georg vollständig in die fremde Kultur eintauchen – auch beim Essen: So verschlang er genussvoll Pad Thai oder Panaeng Moo und spülte die scharfen Fleischgerichte später mit einem Thai-Whiskey herunter. Georg war im Himmel, nur sein Magen nicht: Nach anderthalb Tagen konnte der wackere Tourist die Toilette seines Hotelzimmers nicht mehr verlassen. Er durchlebte die schlimmsten Darmprobleme seines Lebens.
Dem thailändischen Essen kann man hier allerdings keinen Vorwurf machen. Zwar stellt sich bei besonders scharfem Essen die Ernährung ein wenig um. Was Georg wirklich umgehauen hat, ist aber die schnelle Veränderung. Denn der Magen mag es nicht, wenn jemand von seiner täglichen Ration Spaghetti Bolognese plötzlich auf Gerichte mit Chilis und für Europäer ungewöhnlichen Gewürzen umsteigt. Aber auch Stress, Sorgen oder Ärger tragen zu einem Ungleichgewicht in der sogenannten Darmflora bei. Dieser heimelige Begriff bezeichnet die Gesamtzahl aller Mikroorganismen, die sich hinter dem Schließmuskel im Darmbereich befinden. Und geraten diese aus dem Gleichgewicht, hat das Unwohlsein, Durchfall oder Verstopfung zur Folge.
Natürlich sind auch andere Ursachen für Magen-Darm-Probleme möglich, etwa eine bakterielle Infektion. Jeder, der schon einmal nach dem Genuss von nicht durchgekochtem Hühnchen gegen eine Salmonelleninfektion kämpfen musste, weiß ein Lied davon zu singen. Opfer dieser Infektion müssen sich wenige Stunden nach dem Genuss von verunreinigten Lebensmitteln rund zwei Tage lang übergeben und leiden unter Durchfall. Bei besonders harten Fällen wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.