Der »Slavic Pride« wurde in letzter Sekunde nicht genehmigt, mit Verweis auf ein Gesetz, nach dem öffentliche Veranstaltungen weniger als 200 Meter von unterirdischen Fußgängerübergängen sowie U-Bahn-Stationen verboten sind. Das Vorgehen der Behörden erinnert stark an den Moscow Pride, der seit 2006 regelmäßig in Moskau stattfinden soll und jedes Mal durch die Stadtverwaltung unter Bürgermeister Juri Luschkow verboten wird. 2006, 2007 und 2008 wurde der Moscow Pride zudem von homophoben Attacken begleitet, denen in 2009 mit einer kurzfristigen Verlegung der Demonstration begegnet werden konnte. Im selben Jahr wurde der Moscow Pride in »Slavic Pride« umgetauft und wird seitdem von homosexuellen Aktivisten aus Russland und Weißrussland gemeinsam organisiert. (ws)