Premiere in Lateinamerika: Im September lädt die Anden-Stadt Bariloche in Argentinien zum ersten Mal zu einer einer schwul-lesbischen Skiwoche.
Die „Semana de Esquí Gay“ richtet sich dabei nicht nur an Profi-Skifahrer. Auf dem Programm vom 5. bis 18. September stehen auch Fahrten mit dem Hundeschlitten oder dem Schneemobil. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, an Weinproben, Bootsfahrten oder Ausflügen mit dem Paraglider teilzunehmen. Bei den Après-ski-Partys legen House-DJs auf.
Das Event findet am Cerro Catedral statt, einem 2.405 Meter hohen Berg im Nahuel Huapi Nationalpark in Patagonien. Dort befindet sich eines der größten Skigebiete Südamerikas mit ca. 100 Kilometer Pistenlänge und einer Skiliftkapazität von über 22.000 Skifahrern pro Stunde. Event-Hotel ist die Villa Sofia Hotel in Bariloche, etwa 15 Kilometer von den Pisten entfernt. Die Stadt sei zwar „nicht so freundlich und gay wie Buenos Aires, aber es gibt zahlreiche Plätze, an denen wir willkommen sind“, heißt es auf der Homepage der Skiwoche. Dort werden verschiedene Packages für das Event angeboten, auch ein Verlängerungs-Aufenthalt in Buenos Aires ist möglich.
Argentinien gilt als eines der tolerantesten Länder Lateinamerikas. Im vergangenen Monat hatte die die Abgeordnetenkammer für die Öffnung der Ehe für schwul-lesbische Paare gestimmt. Die Zustimmung des Senats zu diesem Gesetz steht allerdings noch aus.