Tipps gegen den Jetlag
Was für geübte Vielflieger kein großes Problem mehr darstellt, kann für Urlauber, die lange Strecken gen Ost oder West absolvieren, den Start in eine unbeschwerte Freizeit schwer machen. Die „Düsenflugzeug-Zeitdifferenz“, besser bekannt als Jetlag, schlägt mit Müdigkeit, Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen und Erschöpfung zu. Manchmal sogar mehrere Tage lang.
Der Mensch, das alte Gewohnheitstier, muss sich auf eine andere Zeitzone und einen neuen Wach-Schlaf-Rhythmus gewöhnen. Was - außer nach Südafrika zu fliegen, das auf demselben Längengrad und damit in derselben Zeitzone wie Deutschland liegt - kann man gegen den Zeitzonenkater tun? Wichtig zu wissen: Es gibt verschiedene Faktoren, die die Schwere der Symptome beeinflussen. So spielt zum Beispiel das Alter eine Rolle. Auch die Reiserichtung ist ein Faktor. Wer gen Westen, zum Beispiel in die USA fliegt, kommt schneller mit der Zeitumstellung klar. Das liegt an unserer inneren Uhr, die sich einen Teufel um den geltenden 24-Stunden-Plan schert. Unsere Biologie ist auf einen etwas längeren Tag eingestellt, länger wach zu bleiben ist für uns deshalb einfacher. Wer morgens in Deutschland losfliegt, um am Morgen in New York anzukommen, rutscht einfach schneller rein. Wer nach zehn Stunden in Thailand landet, dem fehlen plötzlich sechs Stunden Zeit.
Was tun? Grundtenor aller Vorkehrungen: Lieb zu sich und seinem Körper sein. Wenn angeboten, einen Flug buchen, dessen Ankunft in der Mittagszeit ist. Direktflüge sind bei Langstrecken immer erholsamer. Leider sind die Direkten nicht immer die billigsten. Wer beispielsweise günstiger mit Emirates nach Asien will, muss nach sechs Stunden Flug einen Zwischenstopp in Dubai von bis zu acht Stunden einrechnen. Das schlaucht. Wer die Möglichkeit hat, sollte bereits ein paar Tage vor Abflug seinen Rhythmus des Aufstehens und Schlafengehens stückchenweise verschieben. Der Psychotrick kurz vor dem Abheben: Die Armbanduhr auf die neue Zeit am Ankunftsort umstellen. Auf Alkohol sollte man besser verzichten. Wer sich aber während des Fluges die Kante mit Rotwein und Bier gibt, den ereilt der Jetlag heftiger. Alkohol trocknet aus, in einer eh schon sehr trockenen Luft in der Kabine. Wer nach kurzem Alkoholkoma dehydriert mit verrenktem Hals und vollgesabbertem T-Shirt in seinem schmalen Economy-Sitz wieder erwacht, der kann bei der Stewardess gleich eine Aspirin-Pille bestellen.
Vorsicht auch bei Medikamenten. Das in den USA so beliebte Melatonin, das es dort in den Drogerien gibt, ist inzwischen umstritten. Normalerweise produziert der Körper dieses Hormon eigenständig und regelt damit unseren Tag-Nacht-Rhythmus – die Zwangsverabreichung kann jedoch den Rhythmus erst recht durcheinanderbringe Was hilft nach der Ankunft am effektivsten? Die einfache Antwort: Tageslicht. Statt sich im dunklen Hotelzimmer zu verkriechen, sollte jeder Urlauber so viel Zeit wie möglich im Freien zu verbringen. Unser Körper stellt sich dann schnell auf die neuen Hell-Dunkel-Zeiten ein und reguliert die körpereigene Melatonin-Zufuhr.
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02.08.2011
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