Am Samstag, den 31. Juli 2010 werden die VIII. Gay Games in Köln eröffnet. Aus über 70 Ländern werden 12.000 Sportler/-innen und Akteure erwartet, neben den sportlichen Veranstaltungen wird auch ein breites Entertainment bestehend aus Musik, Tanz und Unterhaltung geboten. Insgesamt werden Wettkämpfe in 34 Sportarten ausgefochten. Dazu zählen Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball, aber auch Disziplinen wie Bodybuilding, Eiskunstlauf, sowie auch Schach und Golf sind vertreten.
Mitten durch Köln erstreckt sich das Gay Games Village, wo sich die Teilnehmer zum Feiern und Knüpfen von Kontakten treffen. Highlights werden die Eröffnungs- und Abschlussfeier sein, wo alle 12.000 Teilnehmer begleitet von internationalen Show-Acts ins Stadion einlaufen.
Die sportliche Besonderheit an den Gay Games ist, dass quasi jeder in Wettbewerb treten kann, ungeachtet der sportlichen Leistungsfähigkeit, des Alters, der Herkunft, etc. Die teilnehmenden Athleten repräsentieren nicht ihr Land, sondern ihre Stadt. Qualifikationskriterien gibt es nicht. Dennoch werden natürlich in manchen Disziplinen unterschiedliche Alters- und Leistungsklassen angeboten, damit der Anfänger beispielsweise gegen den erst kürzlich aus der Profi-Liga ausgeschiedenen Athleten nicht gänzlich chancenlos ist. Der Wettbewerb wird jedoch
professionell ausgefochten, es gelten internationale Standards, so dass etwa ein dort aufgestellter Rekord international anerkannt werden kann. Historisch stammt die Idee der Gay Games von Dr. Tom Waddell, der als US-Zehnkämpfer an den Olympischen Spielen 1968 teilnahm. Hintergrund ist, dass über den Sport ein besseres Verständnis der Schwulen und Lesben in der Öffentlichkeit geschaffen werden sollte. Ziel ist also nicht der sportliche Sieg, sondern der Wettbewerb ist lediglich der Weg um Akzeptanz zu schaffen. Tom Waddell starb weniger als ein Jahr nach den II. Gay Games 1987 an AIDS. Doch die einmal ins Leben gerufene Inspiration zu den Gay Games setzte sich fort. Erstmals fanden die Gay Games im Jahre 1982 in San Francisco statt und dieses Datum gehört seither zu den bedeutendsten historischen Ereignissen in der schwul - lesbischen Geschichte.
In diesem Geiste stehen die Gay Games 2010 in Köln unter dem Motto »Be part of it!« Und teilnehmen kann wirklich jeder. Wer Interesse hat teilzunehmen, zahlt eine Anmeldegebühr in Höhe von 125 Euro (ab dem 01.01.2010 150 Euro), sowie eine je nach Sportdisziplin variierende zusätzliche Gebühr. Wer nicht als Sportler teilnehmen will, kann beispielsweise auch als freiwilliger Helfer »part of it« werden. Nähere Informationen hierzu gibt es auf der Seite www.games-cologne.de. Zuletzt dürfte aber auch die Präsens als Zuschauer angesichts des Aufgebots an Entertainment und nicht zuletzt auch der sportlichen Reize visueller Natur als durchaus empfehlenswert genannt werden! (cs)