Die Fußball-WM in Südafrika sorgt für die ersten Skandale: So hat der slowakische Nationaltrainer Vladimir Weiss auf einer PressekonferenzJournalisten als "verfickte Schwuchteln" beschimpft. Über Argentiniens Coach Maradona wird dagegen spekuliert, ob er wirklich heterosexuell ist.
Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika kämpfen derzeit 32 Fußballteams um den Einzug ins Achtelfinale - die Spieler sind offiziell allesamt heterosexuell. Da bleiben homophobe Ausbrüche nicht aus. Der Slowake Weiss drohte nach seinen Beschimpfungen Reportern sogar Prügel an. Grund: Sein Team hatte kurz zuvor mit 0:2 gegen Paraguay verloren und die Fragen der Journalisten waren dem sensiblen früheren Mittelfeldspieler zu hart. Jetzt entscheidet sich am Donnerstag ab 16 Uhr sein Schicksal im Spiel der Slowakei gegen die favorisierten Italiener.
Am Mittwoch zeigte Weiss schließlich ein wenig Reue für seinen Ausbruch: "Es tut mir wirklich leid, was zwischen uns gechehen ist", erklärte er gegenüber den Journalisten. "Aber ichkann mich nicht entschuldigen, weil ich diese Arbeit für Menschen mache, die Fußball mögen. Einige von euch scheinen aber nur diesen Job zu machen, um Traurigkeit unter die Leute zu bringen."
Auch Homo-Gerüchte hat die WM zu bieten: Die "Hand Gottes", Argentiniens Coach Maradona, umarmte seine Spieler bei jedem Tor so herzlich, dass manche Journalisten seine Heterosexualität in Frage stellten. Bei einer Pressekonferenz reagierte der Weltmeister von 1986 etwas verwirrt: "Ich liebe Frauen. Denkt nicht, dass ich das Ufer gewechselt habe", erklärte er wild gestikulierend. Und stellte seine Referenzen heraus: "Ich gehe aus mit Veronica, sie ist 31 Jahre alt, sie ist blind, sie ist wunderschön", so der 49-Jährige.
Maradona war bereits vor einigen Jahren in die Schlagzeilen gekommen, als ihm der irische Schauspieler Colin Farrell einen dicken Schmatzer auf den Mund setzte. Wenn unsere Jungs das Achtelfinale am Sonntag gegen England gewinnen, könnte Deutschland im Viertelfinale am 3. Juli auf Argentinien treffen.