Der Deutsche Fußballbund fordert den Berater von Michael Ballack auf, seine Äußerungen über ein bevorstehendes Outing in der Nationalmannschaft zu erklären. Der in Luxemburg ansässige Rechtsanwalt Michael Becker soll laut einem im Juli erschienen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vor Spieleberatern und Journalisten angekündigt haben, dass es einen ehemaligen Nationalspieler gebe, der "´die Schwulencombo´ demnächst hochgehen lassen würde".
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bestätigte, dass der Verband eine Erklärung von dem Berater fordert: "Es stimmt, dass wir Herrn Becker angeschrieben haben", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wir möchten wissen, wie er das gemeint hat. Aber bis jetzt hat er auf unsere Bitte um Stellungnahme nicht reagiert."
Ballack selbst hat sich zu diesem Thema nicht geäußert. Der 33-Jährige ist derzeit wegen einer Magen-Darm-Erkrankung nicht einsatzfähig. Der Bericht hatte im Juli für Ärger gesorgt. So hatte Team-Manager Oliver Bierhoff erklärt: "Dazu muss man nichts sagen. Da erübrigt sich jeder Kommentar. Auf so ein Niveau muss man sich nicht begeben". Und auch Ballacks Verein Bayer Leverkusen stellte klar, dass man "keine Ressentiments gegenüber Homosexuellen" habe.
(mg)