Schwuler Sportverein musst auch Bisexuelle aufnehmen
Bizarrer Streit im amerikanischen Softball: Nach einem Vergleich vor Gericht muss ein schwuler Sportverein künftig auch bisexuelle Spieler akzeptieren.
Der Hick-Hack begann bereits vor drei Jahren.
Damals hatte die Gay Amateur Athletic Alliance (NAGAAA) das Softball-Team D2 aus San Francisco nach einem Halbfinalsieg in der "Gay World Series" disqualifiziert, weil die Mannschaft angeblich die erlaubte Anzahl von nicht homosexuellen Sportlern überschritten haben soll. Laut den Statuten waren damals nur zwei Heteros oder Bisexuelle pro Team erlaubt.
Die NAGAAA hatte die Spiele nach einer offiziellen Beschwerde nach deren sexuellen Vorlieben befragt. Vor einer 25-köpfigen Untersuchungskommission mussten die "Beschuldigten" ihr Privatleben offenlegen. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass vier der Spieler "mehrheitlich heterosexuell" seien - obwohl diese das bestritten.
Drei Jahre später bekam die Mannschaft aus San Francisco nun recht: Der beim Turnier erreichte zweite Platz wird doch anerkannt, heißt es in dem geschlossenen Vergleich. Außerdem verpflichtete sich die NAGAAA, sich bei den betroffenen Softball-Spielern zu entschuldigen. (mg)
30.11.2011
Schwuler Sportverein musst auch Bisexuelle aufnehmen