In Australien ist sie eine Legende, und auch weltweit ist ihr Name nicht nur in Sportlerkreisen ein Begriff: Margaret Smith Court, Jahrgang 1942, gilt als eine der besten Tennis-Spielerinnen der Weltgeschichte. Sie ist die bis heute einzige Spielerin (männlich und weiblich), die als Einzelspielerin und im gemischten Doppel den Grand Slam gewann.
Doch nun sorgt die heute 69 Jahre alte Ex-Sportlerin in ihrem Heimatland für Negativschlagzeilen. Als Pfarrerin einer evangelikalen Kirche in Perth hat sie sich nämlich in die australische Debatte zur Einführung der Homoehe eingeschaltet – und heftigst dagegen gewettert.
Court argumentiert, dass Politiker mit der Einführung der Homo-Ehe die göttliche Ordnung stören würden: "Gott hat Mann und Frau mit einen einzigartigen Zweck ausgestattet: um neues Leben in die Welt zu setzen". Was Schwule und Lesben praktizierten sei nach Ansicht Gottes "widerlich" und widerspreche der "gottgegebenen Natur".
Der homophobe Ausbruch Courts erfolgte nur wenige Tage nach dem Parteitag der regierenden Labor Party, in dem sich die Delegierten erstmals mit knapper Mehrheit für die Ehe-Öffnung aussprachen. (mg)