Der Roman um den schwulen Jungen Yngve sorgte nach seinem Erscheinen 1979 durch seinen offenen Umgang mit Sexualität, Alkohol und Drogen für einen Skandal. Doch gleichzeitig wurde er zum Bestseller und beschreibt die Situation eines homosexuellen Heranwachsenden im Norwegen der 60er und 70er Jahre. Richtungsweisend für Yngves gesamtes Leben wird die tragische Begegnung mit seiner ersten Liebe Magnus in einem christlichen Jugendclub. Doch das christliche und spießige Umfeld verbietet bald jeglichen Umgang. Der Irrläufer Yngve fängt an, sich gegen Repressalien und Zwänge aufzulehnen. Die Flucht in Alkohol und Drogen entwickelt sich dabei zunehmend zum vermeintlichen Rettungsanker der Sicherheit und Stärke. Ein verdammt packender Roman um den Kampf der Selbstbestimmung. (sr)