Howard Cruse zählt zu den wichtigsten schwulen Comic-Künstlern der USA und begann früh, in der Szene aktiv zu werden. So verlegte er in den 80er Jahren das Heft „Gay Comix“ und veröffentlichte für das Magazin „The Advocate“ ab 1983 den Comicstrip „Wendel“. Für sein ebenso aufwendiges wie intensives Werk „Stuck Rubber Baby“ investierte Cruse vier Jahre, obwohl er ursprünglich dachte, die Arbeit in zwei zu schaffen. Die Geschichte enthält biographische Parallelen zu Cruses Leben und spielt etwa 1963, vor dem Hintergrund der Ermordung Kennedys. Im Rahmen der erwachenden Bürgerrechts- und Schwulenbewegungen und den Hassumfeld Schwarzen und Schwulen gegenüber, schildert der Protagonist Toland seine Jugend und seinen Weg zum Coming Out. 1995 in den USA erschienen und bereits 1996 auch in Deutschland, erntete der Comic-Roman positive Resonanzen und Auszeichnungen. (ds)