Das wirklich bewegte Leben der Monika Jaeckel in dieser Beschreibung auch nur anzureissen, ist ein schier unmögliches Anliegen. Die Frau, die als Tochter eines deutschen Pastors im Japan der 50er Jahre aufwuchs, rebellierte im Mädchengymnasium, kämpfte im Häuserkampf mit Joschka Fischer gegen den Kapitalismus, engagierte sich in der Frauenbewegung und war Sängerin der Kultband „Flying Lesbians“. In ihrem weiteren Lebenslauf wendete sich die selbst Kinderlose den Müttern zu und wurde zu einer der entscheidenen Initiatoren der Mütterzentrumsbewegung; nicht selten wird sie die „First Lady“ der Mütterzentren genannt. Im Jahr 2008 erhielt sie die Diagnose Krebs, dem sie etwa 14 Monate später erlag. Während dieser schweren Zeit erzählt sie ihrer langjährigen Freundin ihre Lebensgeschichte. Die Autobiografie, die im Oktober erscheint, ist jedem wärmstens ans Herz zu legen, der sich ein Beispiel an Mut und Engagement nehmen möchte. (mg)