Traditionen und Liebe stehen in diesem Roman nicht unbedingt im Einklang: Die Muslimin Ebru entdeckt ihre wahren Gefühle und stellt fest, dass sie lesbisch ist. Das führt natürlich zwangsläufig zu großen Schwierigkeiten innerhalb der Familie, so dass Ebru sogar vor dem väterlichen Wut in ein Wohnheim fliehen muss. Doch sie findet sich und erlangt in einer studentischen WG, in der sie mit ihrer besten Freundin Lena lebt, ihre sexuelle Freiheit, auch wenn sie es damit eventuell ein wenig übertreibt. Lena selbst entdeckt auch etwas, nämlich das Ebrus Bruder Tarik keineswegs mit ihrer Beziehung so abgeschlossen hat wie Lena selbst es getan hat. Und letztendlich entdeckt Tarik selbst, dass er Lena nicht aus dem Kopf bekommt, obwohl er bereits einer jungfräulichen Türkin versprochen und verlobt wurde. Man(n)/ Frau darf sehr gespannt sein, wie sich diese Konflikte lösen! (ds)