Der Untertitel dieses Buches, „Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden“, hat eine ungeheuer starke Aussagekraft darüber, worum es hierin geht. Elke Amberg befasst sich absolut eingehend damit, in welchem Maß Lesben tatsächlich in den Mainstreammedien und schwul-lesbischen Publikationen vorkommen und präsentiert schon auf den ersten Seiten ihres Buches ein erschütterndes Ergebnis: Selbst in Berichterstattungen von CSDs finden Lesben sich eher nur als kaum sehbare Randnotiz wieder, während hingegen der zur Diva herausgeputzte schwule Mann das ganze Titelblatt einnimmt und selbst Peitschen und SM noch vor den Frauen kommen. Und Frau Amberg tut noch mehr: Sie dringt tiefer in die Analysen ein, liefert Zahlen und Fakten und wirft auch einen Blick auf die Vergangenheit. Ein Buch, dass viele Ansätze anbietet, um die Sichtbarkeit zu verbessern. (ds)