It's Oscar Night…
In der Nacht vom 7. auf den 8. März ist es wieder soweit. Die Filmfreunde schauen gespannt nach Los Angeles zu der wahrscheinlich wichtigsten Preisverleihung, die das Kino zu bieten hat: Die Oscarverleihung. Im Laufe der mittlerweile 82-jährigen Geschichte der Oscars gab es schon diverse Rekorde aber auch viele Geschehnisse, die nur Spezialisten kennen. So weiß beispielsweise heutzutage kaum noch jemand, das die deutsche Schauspielerin Luise Rainer in den Jahren 1937 und 1938 jeweils den Oscar als beste Hauptdarstellerin bekommen hat. Damit gehört sie zeitgleich zu den ganz wenigen Schauspielern, die in zwei aufeinander folgenden Jahren den Oscar in der gleichen Kategorie erhalten hat. Dazu gehört u.a. auch Katherine Hepburn, welcher dieses in den Jahren 1968 und 1969 gelang. Doch ausgerechnet 1969 gab es eine ausgesprochen peinliche Panne. Aufgrund von einer identischen Stimmenanzahl erhielt nicht nur Hepburn den Oscar für ihre Rolle in „Der Löwe im Winter“ sondern auch Barbra Streisand „musste“ mit einem Oscar für ihre Darstellung in „Funny Girl“ ausgezeichnet werden. Bis heute ist eine solche Stimmengleichheit nicht wieder vorgekommen.
Im Laufe der Geschichte des Oscars gab es aber auch immer wieder große Verlierer. So wurde beispielsweise Regisseur Alfred Hitchcock nie mit einem Oscar ausgezeichnet. Erst 1968 wurde er mit einem Sonderoscar geehrt. Andere große Namen des Filmgeschäfts kam auch nie in den Genuss einer Auszeichnung, darunter Namen wie Marilyn Monroe und James Dean. Die Schauspielerin Deborah Kerr war in den 50er-Jahren insgesamt sechs mal nominiert, erst im Jahr 1994 erhielt sie den Ehrenoscar für ihr Lebenswerk.
In der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ war Deutschland lange Zeit unbedeutend. Die erste Nominierung erhielt Deutschland 1957 für „Der Hauptmann von Köpenick“ und auch in den drei darauf folgenden Jahren wurde Deutschland nominiert. Die nächste Nominierung gab es dann erst 1974 für den Film „Der Fußgänger“ von Maximiliam Schell. 1980 erhielt Deutschland erstmals die begehrte Auszeichnung für den Film „Die Blechtrommel“. Erneute Nominierungen gab es 1986 („Bittere Ernte“), 1991 („Das schreckliche Mädchen“) und 1993 („Schtonk!“). Caroline Links Film „Jenseits der Stille wurde dann 1998 nominiert, ging aber leer aus. Im zweiten Anlauf schaffte es Link dann mit dem Film „Nirgendwo in Afrika“ und erhielt den zweiten Oscar für Deutschland. Ab dann entdeckte Hollywood langsam aber sicher auch den deutschen Film. Fast in jedem Jahr wurde Deutschland für wirklich herausragende Filme nominiert, begonnen bei „Der Untergang“ (2005) und „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2006). 2007 gab es erneut Grund zum Jubeln, denn der Film „Das Leben der Anderen“ wurde ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet. 2008 wurde mit „Die Fälscher“ immerhin eine deutsch-österreichische Co-Produktion nominiert. Im vergangenen Jahr wurde mit „Der Baader Meinhoff Komplex“ erneut ein deutscher Beitrag nominiert. Und in diesem Jahr stehen für Deutschland die Chancen mit dem Film „Das weiße Band“ sehr gut, erneut einen Oscar zu gewinnen.
 "Avatar" - insgesamt 9 mal nominiert
Apropos aktuelle Oscarverleihung: Das Feld mit den meisten Nominierungen führen die Filme „Avatar“ von James Cameron und „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ von Kathryn Bigelow mit insgesamt jeweils neun Nominierungen an. Interessant hierbei ist, dass Cameron und Bigelow von 1989 bis 1991 verheiratet waren. Bigelow ist übrigens erst die vierte Regisseurin, welche für den Regie-Oscar nominiert wurde. Und nach der Auszeichnung durch die „Directors Guild of America“ stehen ihre Chancen auch für die Oscarverleihung gar nicht schlecht, hier als erste Frau den Regieoscar zu erhalten.
Schwulissimo-Kinoexperte Ingo Drzewiecki wagt einmal eine Prognose:
Beste Nebendarstellerin
Gewinnen sollte Mo 'Nique (Precious – Das Leben ist kostbar)
Gewinnen wird Mo 'Nique (Precious – Das Leben ist kostbar)
Bester Nebendarsteller
Gewinnen sollte Christoph Waltz (Inglourious Basterds)
Gewinnen wird Christoph Waltz (Inglourious Basterds)
Beste Hauptdarstellerin
Gewinnen sollte Gabourey Sidibe (Precious – Das Leben ist kostbar)
Gewinnen wird Sandra Bullock (Blind Side)
Bester Hauptdarsteller
Gewinnen sollte Jeff Bridges (Crazy Heart)
Gewinnen wird Jeff Bridges (Crazy Heart)
Bestes adaptiertes Drehbuch
Gewinnen sollten Jason Reitman und Sheldon Turner für Up in the Air
Gewinnen wird Jason Reitman und Sheldon Turner für Up in the Air
Bestes Original-Drehbuch
Gewinnen sollte Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
Gewinnen wird Mark Boal für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste Regie
Gewinnen sollte Quentin Tarantino für Inglourious Basterds
Gewinnen wird Kathryn Bigelow für Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Bester Film
Gewinnen sollte Inglourious Basterds
Gewinnen wird Tödliches Kommando – The Hurt Locker
www.oscar.com (id)
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26.02.2010  Die begeehrten Oscars ...
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