Eigentlich empfinde ich Bands, die sich »Psychonauts« nennen und so furchtbar hässliche Cover haben wie das obige, schon vor dem ersten Hören als anstrengend. Aber der unheimlich investigative Journalist in mir will natürlich fundierte Berichte abgeben, so schob ich die Platte dennoch rein anstatt sie gleich zu verreißen, was nicht nur für die Band ein Glücksfall war, sondern auch für mich, denn trotz allem hat die Scheibe eine ganze Menge Goldstücke zu bieten. Selbst DJ Hell sagt über dieses Album, es sei eine »große Inspirationsquelle« für ihn gewesen und die Gastsänger und -sängerinnen, wie Siobhan Fahey, James Yorkstone oder Sam Graham sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Noch schnell zum Inhalt: Hervorragender Housetechnoelektrosound für gemütliche Abende genauso geeignet wie für vor der Party, Musik, die irgendwie alles sein kann — nur nicht langweilig. Wer Sound jenseits der Charts mag, wird »Songs For Creatures« lieben!