Der Oktober scheint unser Monat der Neuentdeckungen zu sein, denn mit Julia Marcell präsentieren wir eine weitere, außergewöhnliche Künstlerin, die hoffentlich bald aus den Schatten des Newcomers heraustreten kann. Und ich schwöre Stein und Bein, dass Wolle diese Sängerin lieben könnte, denn Frau Marcell klingt stimmlich und soundtechnisch ein wenig wie eine lebendigere Lykke Li, die ein Verhältnis mit Miss Li hat und ihre Songs mit Björk schreibt. Soll übersetzt heißen: Einfach fantastisch! Das zieht allerdings auch mit sich, dass Julia in keine Mainstream-Kommode passt, sondern vielmehr den künstlerischen Entwicklungen Raum und Zeit lässt und damit ein Album geschaffen hat, das derart unbändig vor Energie und Rhythmus strotzt, dass die CD schon vibriert, bevor man sie in den Player gelegt hat. Geniales Werk!