Neuer Wirbel um Elephant Man
Hasssänger-Alarm in Kaiserlautern und Wuppertal: In den beiden Städten soll der umstrittene Reggae-Sänger Elephant Man in den kommenden Tagen auftreten. Der 36-Jährige, der mit bürgerlichem Namen O'Neil Bryan, heißt, ruft in mehreren Songs dazu auf, schwule Männer zu töten.
Gegenüber deutschen Veranstaltern und Medien versichert Elephant Man zwar stets, auf homophoben Tiraden zu verzichten. In seinem Heimatland Jamaika hetzt er aber wie gehabt: So hat Elephant Man bei einem Konzert im März diesen Jahres die Menge mit schwulenfeindlichen Sprüchen in Stimmung gebracht, schreibt etwa der englischsprachige "Jamaica Observer".
Die deutschen Konzertorganisatoren sehen darin kein Problem: "Altes Liedgut homophoben Inhalts wird nicht mehr gespielt, neue entsprechende Inhalte werden nicht mehr produziert", erklärten der Veranstalter "Glücklich Entertainment" und der Wuppertaler Autragungsort "Bloomclub" in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Sie verwiesen dabei auf eine Aussage Elephant Mans aus dem Jahr 2006: Damals erklärte der Künstler im TV-Sender Arte, dass er nichts mehr singen werde, was Homosexuelle beleidigt – was sich jedoch schon kurz darauf als Lüge herausstellte.
Der LSVD hat unterdessen die Polizei in beiden Städten aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass Elephant Man keine Aussagen auf der Bühne macht, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen. (mg)
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17.11.2011  Neuer Wirbel um Elephant Man
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