Lana del Rey - Die verblüffende Neuerfindung
Ein Traum der Menschheit ist es, in der Zeit zu reisen und so Vergangenes wieder zum Leben zu erwecken. Musikalisch hat Lana del Rey diese Zeitreise geschafft und hat damit riesigen Erfolg. Die aktuellen Musik-Charts zeigen, dass der Trend weg vom Dance/Pop-Einheitsbrei geht und mehr soulige und ruhigere Töne die Hitlisten dominieren. Seitdem die britische Sängerin Adele mit ihrer emotionalen Soul-Musik die Welt regiert, haben auch Künstler wie Lana del Rey einen Absatzmarkt und eine Daseinsberechtigung bekommen.
Lana wuchs unter ihrem bürgerlichen Namen Lizzy Grant in den USA in Lake Placid auf, wohnt aber mittlerweile in London, wo sie ihre Karriere ins Rollen gebracht hat. Ihren unverwechselbaren musikalischen Duktus entwickelte sie durch die monumentale und nostalgische Atmosphäre in den Randgebieten des Staates New York. Aufgewachsen in einem Internat nutzte sie ihre Volljährigkeit mit 18 Jahren, um nach New York City abzuhauen. Sie liebt die Stadt, die niemals schläft. Sie hat in ihr eine verblüffende Neuerfindung hervorgerufen. Kurz neu anfangen wollte sie und ließ selbst ihren Namen hinter sich. Lana del Rey war geboren und mit dem Gesamtpaket aus Ausstrahlung, Stimme und dem außergewöhnlichen Look wollte sie ein Star werden.
Auf einer „Open Mic“-Night in New York beeindruckte Lana Del Rey ihre Zuhörer mit ihrer hypnotisierenden und Mark durchdringenden Stimme. Ihre Musik klingt wie eine Zeitreise in die Schwarzweiß-Filme der 1950er Jahre, doch vereint sie auch moderne Elemente, die ihren Stil den besonderen Glanz und kommerzielle Attraktivität verleihen.
 Das Album „Born to die“ seit dem 27. Januar erhältlich Großen Einfluss übte David Lynch, ein US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Maler, Fotograf, Komponist und Animationskünstler, auf sie aus. „Hollywood Pop“ oder „Sadcore“ nennt sie das Genre ihrer Musik und sie sieht sich als „Gangsta-Nancy-Sinatra“. Ihre bisherigen Presseaufnahmen und die Videoclips zeigen ihren Look, der an „Lolita, die sich im Ghetto verlaufen hat“ erinnert. Auf YouTube erreichte ihre erste Single „Video Games“, die als Doppel-A-Seite mit „Blue Jeans“ erschienen ist, innerhalb eines Monats über eine Million Klicks. Mit „Video Games“ hatte Lana ihren Sound gefunden, der eine traurige Ballade und düsterer Glamour zugleich ist. Nach mittlerweile über 15 Millionen Aufrufen und die No.1 der deutschen Single Charts, veröffentlichte Lana Del Rey vor ihrem Album die zweite Single „Born To Die“. Das gleichnamige Album erschien am 27. Januar 2012 und wurde heißblütig erwartet.
Lana Del Rey war wichtig, dass ihre Plattenfirma ihr den Freiraum gegeben hat, dass sie sowohl ihre Hollywood-Glam-Balladen als auch Upbeat-Gangsta-Versionen dieser Songs produzieren durfte. Die Hauptsache war, dass sie nicht so singen wollte, wie die meisten anderen. Sie empfindet die Popmusik als tot und sie „möchte mit [ihrer] Musik Leben zerstören und den Zauber der Gefahr verstehen.
[…] Tod ist Kunst. Die Popmusik hat sich totgelaufen. Der einst blühende Traum ist tot.“ Harte Worte einer 24-Jährigen, die gerade dabei ist den Durchbruch in den USA zu schaffen. Musikalisch könnte das Jahr 2012 fest in ihren Händen liegen.
(sr)
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27.01.2012
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