Gute Nachrichte aus Großbritannien: 93 Prozent der Fußballfans auf der Insel sind der Meinung, dass Homophobie im Stadion nichts suchen habe.
Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung der Universität der Grafschaft Staffordshire in Stoke-on-Trent. Sechs von zehn Befragten gaben zudem an, schwule Profispieler sollten ihre Homosexualität publik machen.
"Die Fans sind der Meinung, dass sie bereits jetzt jede Woche schwule Spieler auf dem Spielfeld sehen, aber es macht ihnen nichts aus", sagte dazu Soziologieprofessor Ellis Cashmore. "Es gibt eine neue Generation von Fußballfans, Mangern, Trainern und Spielern. Sie scheren sich nicht viel um die sexuelle Orientierung einer Person".
Dennoch hat sich in Großbritannien bislang erst ein Spieler während seiner Profilaufbahn geoutet - und das ist 20 Jahre her und kein ermutigendes Beispiel: Der Stürmer Justin Fashanu galt als einer der besten Spieler seiner Generation, wurde aber nach dem Coming-out gemobbt und beging schließlich 1998 Suizid. Danach offenbarte in ganz Europa kein einziger aktiver Spieler seine Homosexualität.
(mg)