Klares Wasser, weißer Strand, Palmen in der Sonne und Kristin Davis mittendrin. Nein, dies ist noch nicht die Kurzbeschreibung für den zweiten »Sex And The City«-Kinofilm, sondern die Kulisse der Komödie »All Inclusive«, in der Kristin Davis mit ihrem Mann und befreundeten Paaren einen Urlaub im Urlaubsresort Eden macht. Doch anstelle von Jetski, Sonnenbad und Cocktails erwarten die Freunde dort ungewollte Eheberatung mit Konflikttherapie und Sex-Tipps. Was Kristin Davis an diesem Film gereizt hat und warum sie einmal nicht die unschuldige »Charlotte« sein wollte, beantwortet sie im SCHWULISSIMO-Interview:
Wie kamst du zu deiner Rolle in »All Inclusive«?
Zunächst bekam ich das Skript zugeschickt, und weil ich Vince Vaughn und Jon Favreau flüchtig kannte und auch die anderen beteiligten Schauspieler bewundere, wollte ich auch mitmachen. Und kurze Zeit später fand ich mich bereits in Bora Bora wieder!
Was hat dich an der Story gereizt?
Ich mochte die Idee einer Komödie, die sich mal nicht mit der Thematik der Eroberung von Mann oder Frau befasst, sondern darüber, wie eine Beziehung funktioniert. Und ich mag, dass die Charaktere nachvollziehbar sind.
Wie siehst du deine eigene Rolle?
Lucy ist jemand, die die allerbesten Absichten hat, sich aber nicht wertgeschätzt fühlt und aus diesem Grund aufgebracht und ärgerlich ist. Sie versucht aus diesem Grund die Aufmerksamkeit anderer zu erregen.
DVD "All Inclusive" ab 25. März im Handel
Was hat dir an der Darstellung der Rolle besonders gefallen?
Bei Lucy spielt sich viel unter der Oberfläche ab, was sie nicht immer nach außen zeigt. Und ich mochte die Idee eine Rolle zu spielen, die anders ist als die, mit der ich meistens identifiziert werde: Charlotte aus »Sex and the City«. Aber am meisten mochte ich die Zusammenarbeit mit den anderen Schauspielern, die ich wirklich sehr gerne habe.
Was magst du an der Darstellung einer Rolle in einem größeren Ensemble?
Es ist wirklich lustig, nicht den gesamten Druck alleine zu spüren. Es ist großartig, andere gute Schauspielkollegen zu haben, weil man auf diese Art weiß, dass man herausgefordert wird, und man langweilt sich nicht vor oder hinter der Kamera.
Wie würdest du die Beziehung zwischen Lucy und ihrem Ehemann beschreiben?
Lucy und Joey haben direkt nach der High School geheiratet und Kinder gekriegt. Und ich bin sicher, dass sie furchtbar ineinander verliebt waren und zu diesem Zeitpunkt dachten, dass schon alles gut verlaufen würde. Aber sie haben nicht ausreichend miteinander kommuniziert und 18 Jahre später, als ihre Tochter ins College kam, fühlten sie sich bereits erbärmlich in ihrem Zusammenleben. Obwohl ihnen ihre Freunde nichts anmerken, geht es mit der Ehe bereits abwärts.
Glaubst du, dass sie ein Paar sind, mit dem sich manche Leute identifizieren können?
Ja, weil sie wie viele Paare vergessen haben, sich um ihre Beziehung zu kümmern. Als die beiden dann auf dieser Insel sind, müssen sie sich mit all dem befassen, was sich in ihrem Leben abspielt. Und was sie dann an dieser Stelle wirklich tun müssen, ist all die aufgestaute Abneigung zu vergessen und weiterzumachen, was nicht einfach ist. Leider ist es wohl nichts ungewöhnliches, dass Ehen gefangen sind in Gefechten dieser Art und manchmal braucht man eine Veränderung der eigenen Kräfte, um aus diesem Käfig auszubrechen.
Komödien sind nicht immer lustig in der Entstehung. Wie war es an eurem Set?
Bei uns war es wirklich lustig. Aber es stimmt, dass Komödien wirklich schwierig sind, weil die Hürden hoch sind, damit die Komödie funktioniert - dies kann die Arbeit an der Komödie sehr ernst werden lassen. Aber jeder in der Besetzung war lustig, und hinter der Kamera wurden viele Späße getrieben.
Was glaubst du werden Frauen und Männer an dem Film besonders mögen?
Ich hoffe, sie verstehen Beziehungsprobleme besser. Und die Männer in dem Film haben keine Scheu sich selbst zu veralbern, was aus der Perspektive einer Frau sehr lustig ist. (ds)