»Das Beste aus den 80ern, transportiert in die Moderne, abgerundet durch eine optische Ästhetik, die in ihrer künstlerischen Stringenz ihresgleichen sucht.«
Das Jahrzehnt der 80er ist eines derjenigen, das musikalisch am prägendsten für die folgenden Generationen fungiert. Nur zu gern werden Videoclips und Musiksendungen aus diesen Jahren wiederholt. Und nur zu gern werden die 80er auch als Trend benutzt – musikalisch wie modisch.
Hurts zu Gast in Hamburg
Doch nie war dieser Trend stärker als jetzt, nie allgegenwärtiger. Und so scheint es nahezu ein Zeichen, dass gerade Manchester, seines Zeichens Geburtsort von weltbekannten Bands wie Joy Division, The Smiths oder Stone Roses - in den 90ern auch Geburtsstätte des Brit-Pop - nun eine Band hervorbringt, die wieder legendäre Musikgeschichte schreiben wird.
Sänger Theo Hutchcraft und Gitarrist/Keyboarder Adam Anderson sind dabei trotz ihrer jungen Jahre keine unbeschriebenen Blätter im Musikbizz. Ihre Kreativität und Aktivität brachten sie bereits gemeinsam in ihren Bands zum Ausdruck, angefangen mit der Band »Bureau«, gefolgt von dem Projekt »Dagger«.
Ihre jetzige Formation »Hurts« gründeten sie erst im Jahre 2009 und konnten bereits in 2010 in den UK-Charts in den Top 50 landen. Schon sechs Wochen nach Gründung von »Hurts« schrieb »The Guardian« einen ersten Artikel über die Band: »Das Beste aus den 80ern, transportiert in die Moderne, abgerundet durch eine optische Ästhetik, die in ihrer künstlerischen Stringenz ihresgleichen sucht.« Tatsächlich eine gelungene Beschreibung dafür, was Theo und Adam an Stilsicherheit und Enthusiasmus in ihr neues Baby legen. Doch man erhält damit bei weitem noch keinen Einblick in die Tiefe der Lieder, wenn man nicht selbst in den Genuss des Sounds kommt. »Hurts« sind schließlich nicht einfach nur Reproduktionisten, sie erschaffen etwas komplett Neues aus einem Stück unvergessener Musikgeschichte, in dem sie ihm das Zeitgefühl des heutigen Lebens einhauchen.
Album »Happiness« seit 27. August im Handel/als Download erhältlich
Das erste Album »Happiness« enthält 11 Beweisstücke ihrer einzigartigen Kunst. Während die Single »Wonderful Life« in Deutschland schon fast die Chartspitze geschafft hat und damit den Hörern einen ersten Eindruck vermittelt, machen die anderen zehn Tracks erst das Gesamtwerk komplett. Die bittere Süße, die Melancholie und das Leben sind Bestandteile, die sich schon unterschwellig aus dem Bandnamen erahnen lassen. Doch erst Lieder wie »Sunday«, »Stay« oder »Silver Lining« ziehen so richtig in den Bann. Das Album »Happiness« ist voller Magie in jeder Sekunde und ruht als Kunst in sich selbst.
Eine Kunst, die »Hurts« übrigens dieses Jahr auch auf die Bühne übertragen. Neben Berlin, Köln und München geben sie natürlich auch in Hamburg ein Gastspiel. Fans, die bereits die besondere Gelegenheit hatten die beiden Jungs zu sehen, erzählen mehr als begeistert und fasziniert von den Auftritten.
Nur ein Beweis mehr, das wir noch lange etwas von »Hurts« haben werden.