Aura Dione
„Ich will das Unmögliche möglich machen – am besten noch vor dem Frühstück!“
Als Aura im Januar 1985 das Licht der Welt in Kopenhagen erblickte, erahnten wohl ausschließlich die Eltern, dass dieses zauberhafte Mädchen einmal bei der Musik landen würde. Und es dauerte tatsächlich auch nicht lange, denn eben durch ihre Eltern – die sich übrigens auf dem Festival „Roskilde“ kennen gelernt hatten – kam sie früh in Berührung mit Literatur und Musik und schrieb im Alter von fünf Jahren ihren ersten Song. Das war 1990.
Als junges Mädchen hatte Aura nicht das typisch geregelte Leben mit ihren Eltern, das zahlreiche andere Kinder erlebten. Mutter - ihres Zeichens eine färöisch-französische Musiklehrerin – und Vater (mit dänisch-spanischen Wurzeln) waren Hippies und segelten mit Aura über die Meere, um sich etwa 1992 dann auf der Insel Bornholm niederzulassen, wo Aura auch ganz „geregelt“ die Schule besuchte.
Jahre später machte Frau Dione eine Reise, die sie auf vielfache Weise zu prägen schien. Mit 7 Jahren besuchte und bereiste sie Australien mit dem primären Ziel, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Doch dort geschah viel mehr; Aura begann, ihren Horizont zu erweitern und Dinge zu erkennen, die andere Menschen nicht auf dem ersten Blick sehen können. Damit entwickelte sie einen eigenen Sinn für ihre Musik und die Wirkung dergleichen und wusste fortan sehr genau, wohin der Weg führen sollte.
Mit der Album-Veröffentlichung von „Columbine“ in Dänemark 2008 setzte Aura dann ihre Pläne in die Tat um. Prompt sorgte der ihr eigene Stil für Wirbel und erweichte die Herzen so manch hartgesottener Kritiker. Sie gewann sofort viele Fans und landete mit dem Album prompt auf Rang 3. Auch die drei ausgekoppelten Singles „Something For Nothing“, „Song For Sophie“ und „I Will Love you Monday“ platzierten sich top, als Dank regnete es auf den Danish Music Awards 2009 erste Preise.
Doch auch Deutschland sollte nicht lange warten müssen! Hier nagte sich das Album „Columbine“ satte 17 Wochen in den Charts fest, „I Will Love You Monday (365)“ und „Song For Sophie (I Hope She Flies)“ bekamen Dauerrotationen auf Radio- und Videokanälen und tobten sich zusammen 51 Wochen in den Single-Charts aus. Doch das war bei weitem noch nicht das Ende von Aura Diones Ideenreichtum.
Denn nun legt diese mutige wie erfindungsreiche Frau mit „Before The Dinosaurs“ ein neues Meisterwerk vor, das vor musikalischem Genuss überbordet und von vorn bis hinten mit einzigartigen Perlen bestückt ist. „In meiner ersten Single „Geronimo“ geht es um den Mut zur Freiheit und um den Mut zur Liebe“, sagt Aura. Eine Nachricht, die sie ehrlich und überzeugend in den Song transportiert und die diesen so motivierend und bewegend macht. „Geronimo“ sorgt für das richtige Verständnis des gesamten Albums.
Ob melancholisch angeraut bei „Reconnect“ oder country-style in „What It’s Like”, ob Gänsehautgarantie bei „Into The Wild” oder Purismus bei „Recipe“ – das neue Album „Before The Dinosaurs“ bietet so viel lebendige Abwechslung, wie es derzeit kaum ein anderes musikalisches Werk tun kann. Aura brilliert mit einer sagenhaften Stimme, die problemlos von Ton zu Ton schwebt, und sie erzählt dabei recht erstaunliche Geschichten. Man merkt ihr ihre Ehrlichkeit an, die ihr eigene Begeisterung für Musik und das Leben und für die Menschen, die ihre Musik hören wollen. „Ich fühle mich nackter, wenn ich meine Songs präsentiere, als wenn ich nackt auf einem Foto bin“ bemerkt Aura und stellt damit mehr als deutlich klar, wie ernst ihr alles ist.
(ds)
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30.10.2011
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