Marit Larsen
Die smarte Marit Larsen erblickte am 01. Juli in Lorenskog/ Norwegen das Licht der Welt. Und höchstwahrscheinlich hörte sie gleichzeitig auch ihre erste Musik, denn sowohl ihre Mutter (Musiklehrerin) als auch ihr Vater (Cellist) gingen beide voll Herzblut ihren musikalischen Berufen nach.
Es konnte also nicht wirklich lange dauern, bis auch Marit ihre Liebe zur Musik und wohlklingenden Tönen entdecken sollte. Handfest in Violine und Piano, fing sie früh an, ihren Idolen Rufus Wainwright, Joni Mitchell, Billy Joel und Paul McCartney nachzueifern. Mitte der 90er dann folgte endlich der erste eigene Schritt in die musikalische Öffentlichkeit, als sie gemeinsam mit ihrer damaligen Freundin Marion Raven das Pop-Duo „M2M“ gründete. Ihr erfolgreichstes Album wurde „Shades Of The Purple“, insgesamt verkaufte das Duo weltweit über 2 Millionen CDs.
Doch Marit musste bald feststellen, dass sich ihre eigenen Ideen immer weiter vom Bandkonzept entfernten. Sie entwickelte eine eigene Vorstellung davon, wie ihre Lieder, ihre Texte zu klingen hatten, und so trennte sich das Duo, das große Erfolge in Norwegen und auf den Philippinen verzeichnen und selbst US-Charts-Platzierungen vorweisen konnte, im Jahr 2002 wieder. Doch von vornherein war klar, das Marit wieder zurückkehren würde auf die Musikbühne.
Und tatsächlich dauerte es auch nicht lange, bis Norwegen wieder etwas von Frau Larsen hörte. Im Jahr 2006 veröffentlichte sie dort ihr Debut als Solokünstlerin mit dem Titel „Under The Surface“ und ging damit in den heimischen Charts bis auf #3, erntete sogar Doppel-Platin. Die Single daraus, „Don’t Save Me“, kletterte bis auf #1. In ihrem Heimatland damit also endgültig zum Star avanciert, bekam sie auch postwendend die Belohnung für ihren Mut, den Solopfad einzuschlagen: 2006 gab es für sie den MTV Europe Music Award als beste norwegische Künstlerin.
Doch das alles waren keine Gründe für Marit Larsen, sich auf den verdienten Lorbeeren auszuruhen. Nach einer kleinen Veröffentlichungspause, in der sich die Künstlerin auf die Arbeiten an ihrem zweiten Werk konzentrierte, erschien in Norwegen das Album „The Chase“. Wie von selbst stürmten die Käufer die Plattenläden und bescherten der Sängerin nicht nur einen verdienten vordersten Rang bei den Albumcharts, sondern auch für die daraus ausgekoppelte Single „If A Song Could Get Me You“. Ein Song, der sich alsbald zum atemberaubenden Ohrwurm entwickelte. Und zwar so sehr, dass auch Radiosender im deutschsprachigen Raum damit bemustert wurden. Der Siegeszug außerhalb der Heimat konnte nun also beginnen.
Im Juli 2009 fegte „If A Song Could Get Me You“ prompt sehr erfolgreich durch die Charts von Deutschland (#1), Österreich (#1) und der Schweiz (#2). Damit war mehr als eindeutig klar, dass es Zeit wurde, auch hierzulande einen Longplayer zu veröffentlichen. Passend zur Single wurde unter dem Namen “If A Song Could Get Me You“ eine Kombination der besten Songs ihrer bisherigen beiden Alben veröffentlicht. Und auch hier zeigte sich wieder: Kaum jemand konnte sich dem Charme dieser eingängigen Pop-Melodien mit tiefgründigen Texten entziehen. Es regnete erneut tolle Platzierungen und Gold- und Platinauszeichnungen.
Es folgte eine Tour durch Deutschland, außerdem besuchte Marit zahlreiche TV-Shows und war insgesamt fast zwei Jahre unterwegs. Trotzdem wurde sie nicht müde, als sie wieder daheim angekommen war, und begann sogleich an den Arbeiten für das neue Album „Spark“. Sie begann, in sich hineinzuhören, um herauszufinden, zu welchem Mensch sie in den letzten Jahren gewachsen war. Kurzerhand packte sie ihre Sachen und flog in eine der lebendigsten Metropolen dieses Planeten, New York. Sie nahm Skizzen und Demos auf, arbeitete fleißig und intensiv an ihren neuen Songs, und als sie samt ihrem Material zurückkehrte nach Oslo, war sie bereit, das neue Album als großes Ganzes zu sehen und fertigzustellen.
Wie in der Vergangenheit auch arbeitete sie daran zusammen mit Kare Vestrheim. Losgelöst von festen Genrestrukturen oder Instrumentalisierungen nahm sie die neuen Songs auf und verliebte sich dabei in jeden einzelnen. Kein Wunder, dass es ihr schwer gefallen sein mag, sich für einen Song als erste Single zu entscheiden. Die Wahl fiel dann auf „Coming Home“, ein Track, der mit seiner Melodie davon zu schweben scheint und von Marits glasklarer Stimme getragen wird. Da darf man gespannt sein, was uns mit dem neuen Album „Spark“ noch erreichen wird! (ds)
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25.11.2011
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