Nach 19 Toten und über 340 Verletzten - Veranstalter erklärt das Aus der Loveparade
Der Organisator der Loveparade, Rainer Schaller, hat nach der Massenpanik das Aus der Loveparade auf einer Pressekonferenz verkündet. Er sei zu tiefst betroffen. Worte reichten hier nicht aus, um das Maß seiner Erschütterung zu erklären, sagte er am Mittag in Duisburg.
Bei der Loveparade in Duisburg sind bei einer Massenpanik mittlerweile mindestens neunzehn Menschen ums Leben gekommen. 16 starben vor Ort, drei im Krankenhaus. Darüber hinaus wurden nach Angaben der Stadtverwaltung über 340 Menschen verletzt.
Vor dem eingezäunten Veranstaltungsgelände des Güterbahnhofs hatte sich am Nachmittag der Besucherstrom gestaut, einige Besucher wollten das Gelände bereits wieder verlassen, während Tausende noch auf das Gelände drängten. Der einzige Zugang, ein Tunnel, wurde dabei zum Nadelöhr. Als es um 17 Uhr zur Abschlusskundgebung kam, entstand Gedränge unter Besuchern, die schnell auf das Gelände wollten. Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, der Verantaltungsort sei wegen Überfüllung geschlossen worden.
Weil viele Feiernde im Norden des Geländes noch nichts von der Tragödie mitbekommen haben, tanzen sie noch weiter, Musik dröhnte aus den Wagen.
In der Nähe des Unglückortes hingegen verhielten sich viele Menschen auf dem Gelände und in dessen Nähe bereits ruhiger, berichtete der WDR. Am Rande des Geländes kümmern sich viele Ärzte um die Verletzten. Unmittelbar daneben, auf der Autobahn 59, sind viele Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht zu sehen.
Laut Organisatoren besuchten 1,4 Millionen Menschen die Loveparade. 14 Hundertschaften der Polizei waren im Einsatz.
Die Loveparade wurde in diesem Jahr rund um das Gebiet des alten Duisburger Güterbahnhofs gefeiert. Die erstmals 1989 in Berlin gestartete Loveparade fand damit nach einer Pause im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder statt.