Schwuler Realityshow-Teilnehmer nimmt sich das Leben
Schock bei französischen Fernsehzuschauern: Ein schwuler Teilnehmer einer Reality-Show zum Thema Fremdgehen hat sich das Leben genommen.
"Trompe-Moi si tu peux" (Betrüg mich, wenn du kannst) sollte eigentlich ab dieser Woche im Privatsender M6 zu sehen sein, wurde aber nach dem Suizid des 32-jährigen Frisörsalonbesitzers Jean-Pierre abgesetzt. Bevor dieser sich Presseberichten zufolge erhängte, beschuldigte er seinem 25-jährigen Partner auf einer Handy-Nachricht, ihn zum Selbstmord getrieben zu haben.
Die ungewöhnliche TV-Show wurde voir zwei Monaten in einer luxuriösen Villa in der Dominikanischen Republik gedreht. Zehn Paare, sowohl hetero- wie homosexuelle, kämpften um ein Preisgeld in Höhe von 39.000 Euro. In jeder Folge erhielt jeder Teilnehmer einen neuen Partner. Die Beiden mussten dann die anderen Kandidaten überzeugen, dass sie wirklich ein Liebespaar sind. Wenn ein echtes Paar auffliegt, muss es die Show verlassen. Zum Konzept der Unterhaltungssendung gehörte auch, Eifersuchtsszenen auszulösen und mit der Kamera festzuhalten. So durften die Kandidaten ihre Show-Partner beispielsweise mit Striptease-Einlage oder Massagen verwöhnen.
Der Produzent teilte in einer Stellungnahme mit, es gebe keine Verbindung zwischen der Show und dem Selbstmord. Jean-Pierre habe vor seinem Freitod noch telefonisch mitgeteilt, dass er sich auf die Ausstrahlung freue. (mg)
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10.07.2010  Schwuler Realityshow-Teilnehmer nimmt sich das Leben
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