Der Polizist Rick Grimes gerät mit seinen Kollegen in eine wilde Schießerei, als sie versuchen, an einer Straße Gangster auf der Flucht zu stoppen. Rick wird dabei schwer verletzt und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er ins Koma fällt und erst eine Zeit später wieder erwacht. Auf der Suche nach Hilfe bemerkt er, dass das Krankenhaus verwüstet und verlassen ist. Entsetzt muss er feststellen, dass die Welt, wie er sie kannte, nicht mehr existiert. Horden von Zombies durchstreifen seine verwüstete Heimatstadt und greifen Rick an, während er sich auf dem Weg zu seinem Haus macht. Doch seine Frau und sein Sohn sind verschwunden, und in dieser ausweg- wie trostlosen Situation bekommt er unerwartet Hilfe und erhält Informationen zum Ausbruch der Zombieseuche. Rick erfährt, das Atlanta gesperrt und für Menschen gesichert sein soll und macht sich umgehend auf den Weg dorthin, um seine Familie zu finden. Es beginnt ein Marsch durch ein aufgefressenes Land und ein Kampf ums nackte Überleben….
„The Walking Dead“ erscheint seit Oktober 2003 monatlich als schwarzweiß Comic. Erfinder dieser bahnbrechenden Reihe ist der Autor Robert Kirkman, der zunächst selbst nicht an einen großen Erfolg glaubte, sich aber nun eines Besseren belehren lassen musste. Die Fangemeinde wird Ausgabe für Ausgabe immer größer, die Comics selbst erscheinen zusätzlich in verschiedenen Kollektionen, wovon die Trade Paperback Edition (erscheint bei Cross Cult), die je Ausgabe 6 Comics enthält, die in Deutschland am erfolgreichsten ist. Bisher sind hier 11 Bände erschienen, zwei weitere sollen dieses Jahr folgen.
Robert Kirkman selbst legt Wert darauf, dass es sich bei der „The Walking Dead“-Serie um keine reine Splatter-Orgie handelt. Er stellt in seinen Geschichten vielmehr heraus, wie sich viele unterschiedliche Charaktere in einer unmenschlichen Notsituation verhalten und entwickeln und wie dieses sich auf die Gruppendynamik auswirkt. Dies ist ihm mehr als meisterlich gelungen, denn beim Lesen beschleicht einem immer wieder das Gefühl, das man sich die Frage stellt „Hätte ich auch so gehandelt?“. Eine Situation mit Zombies ist in der Geschichte schon fast eine Erleichterung für die angespannten Sinne des Lesers.
Auch die seit kurzem im amerikanischen und deutschen TV laufende Adaption folgt dieser „Anweisung“. Nicht nur die zerfallenden und verwesenden Zombies sorgen für Gänsehautschauer. Der entsetzte Blick von Rick, wenn er nach dem Erwachen die vertrockneten Blumen oder die stehengebliebene Uhr sieht, das Zombiemädchen, das mechanisch seinen Teddy von der Straße hebt, die Verzweiflung eines Vaters, der seine zombifizierte Frau und Mutter seines Sohnes töten müsste – das sind die wirklichen Details, die für einen unglaublichen Spannungsbogen und eine dauerhafte, düstere Stimmung sorgen. AMC gab in Amerika bereits nach der zweiten ausgestrahlten Folge bekannt, dass eine zweite Staffel fest stehe. In Deutschland läuft die Serie auf dem Sender Fox.