Figurentheater trifft Literatur: Der Bär, der nicht da war (nach O. Lavie)

24.10.2018 - 10:00 - Hamburger Puppentheater - Hamburg

Das Hamburger Puppentheater startet zum Spielzeitbeginn mit einem neuen Fokus auf seiner Abendspielreihe

"Figurentheater trifft Literatur." Unter diesem Spielzeitmotto geht das Hamburger Puppentheater in die künstlerische Offensive und nimmt den Abendspielplan stärker in den Fokus: Alle erwachsenen Figurentheaterfans und solche, die es werden wollen, können sich monatlich auf eine spannende Reise durch die Weltliteratur begeben.

Mit der Hamburg-Premiere von "Die Vermessung der Welt" (nach D. Kehlmann) feiert das 120 Zuschauer*innen fassende Gastspielhaus am 29. September seinen Saisonstart. Bis
Mai 2019 zeigt das Theater weitere Literatur-Klassiker wie "Bestie Mensch" (nach E. Zola), "Besuch der alten Dame" (nach F. Dürrenmatt), "Moby Dick" (nach H. Melville), "Der eingebildete Kranke" (nach Molière) und ebenfalls als Hamburg-Premiere "Der Untergang des Hauses Usher" (nach E. A. Poe). Zudem ist das Staatstheater Meinigen mit "Der kleine Erziehungsberater" (nach Axel Hacke) zu Gast in Barmbek und im Weihnachtsprogramm wird mit "Adams Äpfel" (nach A. T. Jensen) das Gute im Menschen seziert.

Auch das Kinder- und Familienprogramm startet mit einer Besonderheit in die Spielzeit: Die junge Hamburger Künstlerin und Absolventin der Theaterakademie Cora Sachs feiert im Oktober mit ihrem ersten Kinderstück Premiere. Mit "Der Bär, der nicht da war" (nach O. Lavie), das von Wolf Erlbruch illustrierte und von Harry Rowohlt übersetzte Kinderbuch, verhandelt die junge Regisseurin poetisch und kindgerecht skurril die wichtige Frage nach dem "Ich" mit Kindern ab 4 Jahren.

"So hat man herausragende Literatur in Hamburg noch nicht auf einer Theaterbühne gesehen!" ist sich der ehemalige DfdK-Vorsitzende und neue Geschäftsführer des Hamburger Puppentheaters Alexander Pinto sicher. "Figurentheater ist so viel mehr als Puppenspiel für Kinder! Und wir heben diesen Schatz für Hamburg." Mit über 150 Vorstellungen, über 13.500 Besucher*innen pro Jahr und einer Auslastung von 75% zeigt das Hamburger Puppentheater als einziges Haus in Hamburg ausschließlich professionelles Figuren- und Puppentheater für Kinder und Erwachsene.






Zum Hintergrund: Das Hamburger Puppentheater.
Träger des Hamburger Puppentheaters ist die Arbeitsgemeinschaft für das Puppenspiel e.V.
Der Verein besteht seit 1942 und bietet seit 1951 im Rahmen des Hamburger
Puppentheaters öffentliche Figurentheater-Vorstellungen an. Seit 1987 nutzt er dafür das ehemalige Jugendzentrum Haus Flachsland in Barmbek, welches seit September 2013 als öffentlich gefördertes Privattheater betrieben wird. Neben den professionellen
Theateraufführungen ist der Verein auch im Bereich soziokulturelle Bildung, Qualifizierung und Weiterbildung aktiv. So werden Seminare, Workshops und Projektwochen zu Puppenbau und -spiel für Kindergärten, Schulen und Pädagogen*innen durchgeführt. Seit 2004 nahmen über 34.000 Kinder, Jugendliche und Pädagogen*innen an diesen Angeboten des Vereins teil.

Zu den Produktionen:
Die Vermessung der Welt (nach D. Kehlmann)
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, erprobt Gifte im Selbstversuch, zählt die Kopfläuse der Eingeborenen, kriecht in Erdlöcher und besteigt Vulkane. Der andere, Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der zu gerne zu Hause bleibt und sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann - er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, begegnen sich die beiden 1828 in Berlin. Ein raffiniertes Spiel mit Fakten und Fiktionen; ein philosophisches Theaterabenteuer.
Alter: Erwachsene
Dauer: ca. 100 min (zzgl. Pause)
Termine: Sa. 29.09.2018 um 19.30 Uhr (HAMBURG-PREMIERE)
Theater: Theater Korona, Leipzig und Halle/Westf.
Sonstiges: Gefördert durch Leipzig-Stiftung, Kulturamt Dresden und Bezirksregierung Detmold. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theaterverlag, Reinbek bei Hamburg

Der Bär, der nicht da war (nach O. Lavie)
Wenn aus einem kleinen Juckreiz ein großer Bär wird. Wenn Schildkrötentaxis sich am liebsten geradeaus verirren. Wenn vorletzte Vorzeige-Pinguine einfach nicht verstehen, warum "schön" eine viel bessere Zahl als 38 ist. Und wenn ein sehr positiv denkender Bär heraus finden will, ob er wirklich er ist, dann ist Philosophie nicht nur etwas für Erwachsene. Auf der Grundlage des Bilderbuchs "Der Bär, der nicht da war" wirft dieses Stück poetisch und eigenwillig skurril große Fragen mit ausgesprochener Gelassenheit auf. Mit Figuren voller Witz entsteht eine Welt, die Kinder zu sich selber führt: Woher weiß ich, dass ich wirklich ich bin?
Alter: ab 4
Dauer: ca. 45 min
Termine: So., 21.10.2018 um 11 und 15 Uhr (PREMIERE)
Di., 23.10.2018 um 10 Uhr
Mi., 24.10.2018 um 10 Uhr
Theater: Cora Sachs, Hamburg
Sonstiges: gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und dem Bezirksamt Hamburg-Nord


18.08.2018


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