Felix von Jascheroff macht sich gegen Body Shaming stark

Vor kurzem ist dem GZSZ-Star Felix von Jascheroff auf Instagram der Kragen geplatzt. Nachdem er zahlreiche dumme Kommentare wie „Felix, du bist ja voll fett geworden!“ oder „voll der Pummel“ lesen musste, machte er seinem Ärger darüber via Instagram Luft. Er fragt dabei, ob man wirklich immer „Perfekt“ aussehen muss. Oder sein muss wie alle anderen? Dieses verneint er mit der Aussage „Ich denke nicht. Jeder ist einzigartig und für sich selbst verantwortlich. Egal, ob man ein paar Kilos mehr auf den Rippen trägt oder zu wenig. Solange man sich wohl fühlt, ist das genau richtig!!! Ich für meinen Teil, habe auch hin und wieder zu kämpfen, aber wenn man dran bleibt kommt das Ziel in kleinen aber schnellen Schritten. Außerdem bin ich in 4 Jahren 40.“

Doch was ist eigentlich Body Shaming? Im Prinzip bedeutet es, jemanden aufgrund seiner körperlichen Erscheinung zu beleidigen oder zu diskriminieren. Das kann jeden Körper treffen. Bisher glaubte man ja oft, dass vor allem Mädchen davon betroffen sind. Doch auch in der Schwulenszene greift dieses seit Jahren immer mehr um sich. Hier gilt vor allem „gut gebaut und Sixpack“ als Non plus ultra. Und wie oft findet man in den gängigen Gay-Datingportalen Hinweise wie „Keine Dicken“, „Nur trainierte Kerle“ und ähnliches? Das Beispiel von Felix von Jascheroff zeigt nun aber deutlich, dass auch Heteros davon betroffen sein können.

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Es geht dabei auch nicht nur um das Thema „zu dick“, sondern auch das Gegenteil führt oft zu Mobbing. Body Shaming funktioniert leider vor allem, weil Adjektive, die eigentlich unsere Körper beschreiben, zu Beschreibungen von Charaktereigenschaften geworden sind. So ist beispielsweise das Wort "dick" nicht mehr bloß eine Zustandsbeschreibung des Körpers, sondern wird assoziiert mit Begriffen wie faul, ungepflegt, krank, disziplinlos oder hässlich.

Leider beginnt dieses oft schon zur Schulzeit und viele Kinder und Jugendliche müssen sich offenem oder verstecktem Mobbing aussetzen. Dieses ist nicht wirklich schön und es gibt unzählige Kinder bzw. Jugendliche, die daran fast zerbrechen oder gar an Selbstmord denken. Hier sind nicht nur Klassenkameraden und Lehrkörper gefragt, sondern auch das eigene familiäre Umfeld. Die Familie muss solche Probleme ernster nehmen, als es vielfach gemacht wird.

So ist es mehr als löblich, dass sich ein heterosexueller Schauspieler nun diesem Thema annimmt. Dieses sorgte für unzählige positive Reaktionen. Mit fast 20.000 Likes ist dieses Foto eines der beliebtesten Posts auf Felix' Instagram-Profil. Die Userinnen und User unterstützen den Schauspieler und kritisieren Kommentare, die den 36-Jährigen überhaupt dazu veranlasst hatten, diese Botschaft zu verfassen. Dafür bedankt sich der Schauspieler noch am selben Tag unter einem neuen Foto. „Ich bin total geflasht und überwältigt von all euren lieben Nachrichten, Kommentaren und auch Erfahrungen, die ihr mir geschrieben habt", so der GZSZ-Star. Seit über 17 Jahren ist Felix von Jascheroff fester Bestandteil der RTL-Serie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten". Die Serie ist mit über 6.500 Folgen und 4 Millionen Zuschauern die erfolgreichste, deutsche Daily-Soap ihres Genres

Aber damit wurde einmal mehr deutlich, dass diese Art des Mobbings ein größeres Problem zu sein scheint. Er bedankte sich bei den vielen Leuten, die ihm in Kommentaren und Nachrichten ihre ganz persönlichen Erfahrungen geschildert haben. Felix von Jascheroff dazu: „Ich halte es für wichtig, dass man nicht den Mut verliert, offen seine Gedanken zu teilen. Lasst uns gemeinsam versuchen, Mobbing ein Ende zu setzen. Klar, wird es immer Dummbeutel geben, die damit nicht aufhören, aber vielleicht werden es weniger. Lieber zusammen lachen!!!“. Er brachte dann auch gleich die Hashtags #stopmobbing und #stopmobbingarmy mit ins Spiel.

Zuspruch und Lob erntet der Schauspieler unter anderem von seiner GZSZ-Kollegin Valentina Pahde, welcher in der Serie die Sunny Richter darstellt. In einem Video von RTL erklärt sie, sie fände es "super mutig von Felix", dass er sich dazu äußert.
(id)

09.02.2019
Felix von Jascheroff // © Chris Noltekuhlmann
Felix von Jascheroff // © Chris Noltekuhlmann

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