Unfairer Prozess - Frühzeitige Entlassung in HIV-Fall

Der ehemalige College-Wrestler Michael Johnson wurde in Missouri zu 30 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er seinen Sexualpartnern verschwieg, dass er HIV-positiv ist. Jetzt wurde er schon nach knapp fünf Jahren aus der Haft entlassen, nachdem ein Berufungsgericht seine damalige Gerichtsverhandlung als enttarnte. Catherine Hanssens, die Geschäftsleiterin und Gründerin von The Center for HIV Law & Policy arbeitete an seinem Berufungsfall. Es sei eine Schande, dass er überhaupt inhaftiert wurde, so Hanssens gegenüber The Post.

Johnson wurde damals verurteilt, weil er zwei Männer mit HIV angesteckt und vier weitere der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt haben soll. Die Männer habe er über eine Dating-App kennengelernt. Er beteuerte allerdings, seine Partner von seiner HIV-Erkrankung unterrichtet zu haben. Obwohl der Ursprung einer HIV-Infektion nicht nachweisbar ist, wurde Johnson für schuldig befunden. Das Urteil wog dabei schwerer als das Durchschnittsurteil von zehn bis dreißig Jahren bei vorsätzlicher Tötung.
(co)

11.07.2019
Frühzeitige Entlassung in HIV-Fall // © instagram.comtigermandingo
Frühzeitige Entlassung in HIV-Fall // © instagram.comtigermandingo

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