Gay Wedding: 15 Tipps für eine großartige Hochzeit

Jeder, der mal Gast bei einer war, wird es bestätigen: Gay-Hochzeiten machen einfach viel mehr Spaß! Warum das so ist und wie die perfekte, großartige LGBTI*-Wedding gelingt, verraten wir Euch in den folgenden (persönlichen, aber auch praktischen) 15 Tipps!


Beginnt rechtzeitig:
Auch wenn das zunächst wenig romantisch klingt, beginnt bitte rechtzeitig mit den Planungen (am Ende werden Ihr dann dafür mit Romantik belohnt, versprochen!): Wo wollt Ihr feiern und ist der Raum noch buchbar? Wen laden wir überhaupt ein? Wann laden wir alle ein und wann werden die Karten gedruckt? Brauchen wir einen Fotografen, Floristen etc.? Diese und viele andere Fragen brauchen Vorlauf und um nicht in totalen Stress oder Panik zu verfallen, ist es angebracht mindestens ein halbes Jahr vorher mit den Planungen zu beginnen.


Kalkuliert Schwierigkeiten ein:
Natürlich schwebt Ihr momentan auf rosa Wolken, aber es gibt leider immer noch Menschen, die einer LGBTI*-Hochzeit skeptisch oder unfreundlich gegenüber stehen: Macht Euch leider auch auf Absagen gefasst von Veranstaltungsorten, Caterern und so weiter. Deshalb recherchiert vorher nach toleranten und tollen Möglichkeiten, um Euch solche Ärgernisse zu ersparen, die die Vorfreude unnötig trüben könnten.


Setzt ein Budget fest:
Die Traumhochzeit kann schnell zum Alptraum für den Geldbeutel werden: Deshalb legt einfach ein Budget fest und plant in diesem Rahmen. Und Stolz ist bei diesem Thema auch nicht angebracht, also erlaubt Euren Freunden und Familie auch etwas beizutragen, wenn sie das wollen. Im Übrigen muss eine Hochzeit nicht automatisch teuer sein – oft ist weniger mehr. Und schließlich wollt Ihr ja auch noch ein wenig Geld für lange und schöne Flitterwochen übrig haben, oder?


Was ziehe ich bloß an?
Auch diese Frage sollte man sich rechtzeitig stellen, denn das perfekte Hochzeitsoutfit zu finden, braucht einfach seine Zeit: Probiert einfach in aller Ruhe aus, worin Ihr Euch wohl und zugleich festlich fühlt!


[img3597]Vergesst nicht die Zeremonie:
Sich im Vorfeld Gedanken über die Zeremonie, aber auch über die Gäste zu machen, ist wichtig, denn: Jeder Anwesende ist schließlich hier, um eure Liebe, euren Bund fürs Leben und euer Versprechen zu feiern. Liebevolle Vorbereitungen in die Zeremonie zu stecken, damit diese eine individuelle und tiefe Bedeutung erfährt, stärkt nicht nur die Partnerschaft, sondern sicherlich auch die Freundschaften. Und wenn die Zeremonie wunderbar ist, wird die Party danach sicherlich noch rauschender...


Bleibt authentisch:
Um Hochzeiten herum ist inzwischen eine regelrechte Industrie entstanden, die sich immer noch auf die typische Braut in Weiß und den Bräutigam im schwarzen Anzug konzentriert: Diese Klischees sollten vermieden werden und es gibt mittlerweile viele Fotografen oder Wedding-Planer, die sich abseits von diesen stereotypen Pfaden bewegen und tolle Ideen für LGBTI*-Hochzeiten haben. Fokussiert Euch deshalb am besten auf eure eigenen Traditionen in der Beziehung, nicht auf die der Gesellschaft.

Langweilt nicht:
Eigentlich ist das doch die goldene Regel schlechthin: Du sollst nie und nimmer langweilen. Deshalb, traut Euch beim Trauen etwas und erfreut eure Gäste entweder mit lieb gewonnenen Traditionen wie dem gemeinsamen Torte anschneiden oder dem Braut-Bräutigam-Straußwerfen. Oder traut Euch, extravagant zu sein und überrascht zum Beispiel mit exotischem Essen. Solche individuelle kleine Rituale verbinden und halten einen Abend im Fluss. Natürlich kann man hier auch eigene festliche Akte einbauen wie aufgestellte Fotoautomaten, die unweigerlich schöne Erinnerungen bei allen hinterlassen und einfach Freude bereiten.

Macht es persönlich:
Engagiert einen Grafikdesigner, der Euch ein persönliches Logo für die Hochzeit kreiert: Dieses Signet kann dann nicht nur auf den Einladungen prangen, sondern auch auf den Sitzplatzkarten, dem Menü und vielem anderen. So habt ihr ein zusammenhaltendes Design nicht nur für den Abend, sondern auch ein starkes Symbol weit darüber hinaus. Auch die Musikauswahl für die Party sollte individuell sein und es gibt so viel schöne Musik für die LGBTI*-Gemeinde, die einfach perfekt sind. Zur Inspiration gibt es auf vielen Streamingdiensten liebevoll kompilierte Playlists mit stimmungsvollen passenden Songs.


Bleibt immer im Fluss:
Natürlich steht Ihr im Mittelpunkt des Abends und werden gefeiert, aber zugleich seid ihr eben auch Gastgeber: Sorgt also dafür, dass die Feier stets im Fluss bleibt, die Stimmung nicht stockt und alles locker vonstattengeht. Wichtig dabei: Die Gäste sollten niemals zu lange auf Essen und Trinken warten, seid also nicht knauserig in Sachen Bedienung und plant hier gut voraus. Ein gelungenes Fest lebt auch immer von solchen Selbstverständlichkeiten.

Bleibt Euch treu:
Dieser Tipp ist zwar doppeldeutig zu verstehen, meint hier aber jedoch in erster Linie: Bleib Du selbst! Es ist Euer ganz spezieller Tag und es ist nicht die Hochzeit deiner Schwester, deiner Mutter oder von sonst jemandem. In diesem Sinn, drück deine Gefühle aus, sei nicht-traditionell, wenn Du es sein willst und lass Dir auf gar keinen Fall vorschreiben, wie deine Hochzeit auszusehen hat!

Entspannt Euch:
Klar, der „schönste Tag im Leben“ sorgt für viel Aufregung und viel Druck im Vorfeld: Doch wozu gibt es Profis? Wenn man einfach zu gestresst ist von den Vorbereitungen oder auch einfach nur zu überwältigt, engagiert einfach einen Wedding Planer. Man kann einfach niemals alles selbst organisieren - Ihr kocht ja auch nicht selbst oder spielt alle Instrumente in der Hochzeitsband, oder? Lasst Euch helfen, so dass Ihr entspannt in diesen einzigartigen Tag starten könnt!

[img3596]Ladet die Richtigen ein:
Viele fühlen sich verpflichtet zur Hochzeit die ganze Verwandtschaft oder alle Arbeitskollegen einzuladen: Aber das muss nicht sein, wenn es darunter Menschen gibt, die sich nicht für Euch freuen oder nicht an die gleichgeschlechtliche Ehe glauben. Ladet diese Personen einfach nicht ein, denn das Letzte was man am Hochzeitstag will, sind mürrische oder engstirnige Gäste, die einem das Fest regelrecht vermiesen. Umgekehrt sollte es durchaus allen Gästen klar sein, dass es sich hier um eine LGBTI*-Hochzeit handelt: Dieser Abend ist sicherlich nicht der richtige, um beispielsweise Eure Großmutter damit zu überraschen, dass es sich bei Toni um eine Frau oder einen Mann handelt.

Denkt an Formalitäten:
Dieser Tipp ist zwar eher sachlicher Natur, wird das Leben in der Ehe aber deutlich einfacher machen: Denkt an die wichtigen Formalitäten wie einen Anwalt oder Finanzberater, der das LGBTI*-Familienrecht gut kennt. So schützt ihr eure Rechte sowie eure Ehe und könnt unbesorgt als Frischverheiratete in die Flitterwochen starten!

Apropos, Honeymoon...
Über all den Hochzeitstagsvorbereitungen vergessen manche schlicht, den Urlaub für die Flitterwochen zu buchen: Schließlich sollte es hier auch an einen Ort gehen, der für Euch beide Bedeutung hat und Euch noch mehr zusammenschweißt. Deshalb kümmert Euch auch hier rechtzeitig, damit ihre diese einzigartigen Tage mit dem Partner unbeschwert genießen könnt.

Und weil hier noch ein letzter, fünfzehnter Tipp, weil wahrscheinlich auch Gäste von Gay-Weddings mitlesen: Denkt an originelle und passende Geschenke! Wie wäre es mit speziellen Gutscheinen, die die Liebe von beiden vertiefen und feiern? Für einen persönlichen Koch an einem Abend zu Hause beispielsweise? Für die Betreuung eines Haustieres während der Flitterwochen etwa? Oder vielleicht für eine Partnermassage, die man während des Alltags nach dem Honeymoon sicherlich auch mal wieder gut gebrauchen kann!


Fazit:
Es gibt kaum etwas Romantischeres als eine Hochzeit zu planen, aber es gibt auch kaum etwas Anstrengenderes – das gilt eigentlich für alle, ob hetero oder homosexuell: Genießt also die Vorbereitungen, die Zeremonie und die Party mit Euren eigenen Ritualen und Ideen sowie mit ein wenig Hilfe von engagierten Profis – denn dieser Tag wird sowieso unvergesslich. Die Frage ist nur, ob als stressiger Abend oder als individuelles und einzigartiges Fest fürs Leben!
(kk)

11.08.2019
15 Tipps für eine großartige Hochzeit // © franckreporter
15 Tipps für eine großartige Hochzeit // © franckreporter

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