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Kim Wilde // © Universal Music

Kim Wilde Ein Tattoo zum 60. Geburtstag

ks - 20.12.2020 - 09:00 Uhr

„In der Nähe von Bowie konnte ich nie die richtigen Worte finden“

Am 18. November ist Kim Wilde 60 Jahre alt geworden. Mit ihrem festlichen Album „Wilde Winter Songbook“ in der Deluxe-Edition mit Duetten mit Rick Astley und Nik Kershaw versüßt sie uns das Weihnachtsfest. In den Achtzigern schrieb sie mit „Kids in America“, „Cambodia“, „You Came“ aus der Feder ihres Bruders Ricky Wilde Musikgeschichte. In ihrer Heimat ist sie die Britin mit den meisten Hit-Singles in besagter Dekade. Ende der Neunziger entdeckte sie das Gärtnern für sich, schrieb darüber Bücher, moderierte eine TV-Sendung und wurde mit der Goldmedaille der Chelsea Flower Show ausgezeichnet. Heute bringt sie Musik, Familie und Garten bestens unter einen Hut – und ist immer noch wild, wie sie im Interview verrät.

Ms. Wilde, wie fühlt es sich für Sie an, nun 60 zu sein?
Verrückt! Ich und 60? Ich kann es wirklich nicht glauben. Das ist so surreal für mich. Doch gleichzeitig weiß ich, dass es eine wirklich lange Reise bis hierhin war. Ich habe kein Problem mit dem Prozess des Älterwerdens. Ich fühle mich gut damit. Ich habe viel vom Leben gelernt und trotzdem meinen Humor und meine Liebe für das Leben nie verloren.

War das Leben denn schlecht zu Ihnen?
Nein, gar nicht. Aber ich habe dennoch viele schreckliche Dinge gesehen von vielen schrecklichen Menschen. Trotzdem habe ich immer noch großes Vertrauen in die Menschlichkeit und glaube daran, dass sich die Dinge auf positive Weise auflösen können. Die kleinen Wunder und die schönen Dinge - das ist die Welt, in der ich lebe.

Also schenken Sie Menschen wie Boris Johnson so wenig Aufmerksamkeit wie möglich?
Politiker sind doch eh alle gleich. Ihre Motivation, warum sie in die Politik gegangen sind, erscheint mir oft dubios. Ob sie uns wirklich helfen wollen, ein besseres Leben zu führen, ist fragwürdig. Ich würde gerne die positiveren Seiten an ihnen sehen, aber bei gewissen Politikern ist das nun mal unmöglich. Wir können dennoch alle einen großen Unterschied machen in unseren eigenen Leben.

Inwiefern?
Auf die Art, wie wir unsere Familie, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn behandeln. Der kleine Radius ist das, worauf ich mich fokussiere, wenn es um Veränderung in der Welt geht. Darauf habe ich Einfluss. Und wenn jeder von uns das tun würde, würden wir vieles verändern können auf diesem Planeten. Wir haben es selbst in der Hand und können an unserer eigenen Türschwelle beginnen.

Haben Sie mit 60 etwas an Ihrem Lebensstil verändert?
Ich habe schon vor drei Jahren dem Alkohol komplett abgeschworen. Ich fühle mich sehr viel gesünder, rundum besser und klarer in meinem Kopf. Als schönen Nebeneffekt verlor ich dabei auch noch ein paar Kilos. Ich habe viel mehr Energie, nutze die Tage intensiver, und es ist auch gut für meine mentale Gesundheit. Mit dem Alkohol aufzuhören, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Haben Sie eine Löffelliste?
Ich habe mit meiner Tochter Rose eine gemacht. Es gibt ein paar Sachen, die wir gemeinsam vorhaben. Etwas davon haben wir bereits erledigt: Wir ließen uns zusammen tätowieren! Auf unseren linken Armen prangt nun jeweils ein mystisches Avalon-Tattoo. Es ist ein Symbol, das Rose und mir wahnsinnig viel bedeutet. Es repräsentiert einen magischen Moment, der uns vor einigen Jahren passiert ist. Aber der ist zu persönlich, um ihn preiszugeben.

Sie werden immer mit den Achtzigern in Verbindung gebracht. Haben Sie selbst eine Lieblingsdekade?
Die Achtziger waren wundervoll. Aber in den Neunzigern habe ich geheiratet und Kinder bekommen. Mein Leben änderte sich, es gab plötzlich auch ein Leben fernab des Rampenlichts. Ich bin damals oft nach Thailand gereist, woran ich schönste Erinnerungen habe. Für mich waren es also meine Dreißiger in den Neunzigern, die ich als beste Zeit meines Lebens sehe.

Welchen Tipp würden Sie der 20-jährigen Kim Wilde geben?
Nicht so viel Zeit damit zu verbringen, sich Sorgen zu machen! Ich habe früher immer einen Grund dazu gefunden. Was passieren könnte oder nicht – auf solche Fragen habe ich viel zu viel Zeit verschwendet. Ich war sehr hart zu mir selbst. Ich würde meinem jungen Ich also sagen: „Sei nicht so streng mit dir. Mach dir nicht so viele Gedanken. Hab Spaß an der Reise. Mach dir keine Sorgen um das, was du nicht sehen kannst!“

In Ihrer Heimat sind Sie die Britin mit den meisten Hitsingles in den Achtzigern.
Ein Rekord, den mir keiner mehr nehmen kann! Bestimmte Lieder waren meine besten Freunde. Und das Tollste ist: Ich liebe Popmusik heute immer noch genauso wie früher. Bei meinem Dad, der 81 ist und gerade ein neues Album veröffentlicht hat, ist es ähnlich. Ich bin jedenfalls immer noch Fan. Ich bin immer noch wild und begeisterungsfähig. Ich bin immer noch aufgeregt, wenn ich einen tollen Song höre, und es hebt sofort meine Stimmung.

In wieweit ist Nena verantwortlich dafür, dass Sie immer noch so umtriebig in der Musik sind?
Nena hat mich aus dem Ruhestand geholt! Als sie mich 2002 fragte, ob ich mit ihr „Anyplace, Anywhere, Anytime“ aufnehmen würde, war ich schon jahrelang aus dem Popbusiness raus. Ich hatte nicht geplant, ein Comeback zu starten. Ich dachte, okay, ich singe auf dem Lied, und dann höre ich nie wieder von der Sache. Ich war richtig geschockt, als sie mich anriefen und sagten, der Song würde sich zum Riesen-Hit entwickeln – nicht nur in Deutschland. In den Niederlanden und Österreich war er sogar auf Platz 1.

War das eine schöne Erfahrung?
Schon. Plötzlich war ich mit ihr wieder in all den Shows, von denen ich dachte, dass ich nie wieder dort auftreten würde. Ich war nicht wirklich bereit, wieder ein Popstar zu sein, aber Nena brachte mich in Form. Manchmal war es sehr inspirierend, sie um mich zu haben, manchmal auch eine ziemliche Herausforderung.

Welchen Einfluss hatte Deutschland auf Ihre Karriere?
Es war das erste Land außerhalb Großbritanniens, das ich besuchte am Anfang meiner Karriere. Ich war damals im „Musikladen“ zu Gast, arbeitete viel mit Magazinen wie „Bravo“ und „PopRocky“ zusammen. Besonders in Hamburg, Bremen und München verbrachte ich sehr viel Zeit. Unvergesslich ist mir auch die gemeinsame Tour mit Alice Cooper in 2014. Das war eine wundervolle Erfahrung.

Für David Bowie eröffneten Sie 1990 bei seiner „Sound + Vision Tour“.
Wir haben 30 Shows in Europa zusammengespielt. Es war unfassbar, seine größten Hits jeden Abend hören zu dürfen. Ich bilde mir ein, dass er mochte, was ich tue, und ich ihn deshalb begleiten konnte. Ich habe Bowie dabei ein paar Mal getroffen, er war sehr bodenständig und geradezu normal, einfach nur ein liebenswerter, offener Typ. Ich war leider zu beeindruckt von ihm, wenn ich in seiner Nähe war. Ich konnte nie die richtigen Worte finden.

 

Kim Wilde // © Universal Music

Es sind diverse Songs über Kim Wilde geschrieben worden. Ihre Lieder wurden aber auch immer wieder gecovert. Gefiel Ihnen davon etwas besonders?
Der französische Sänger Laurent Voulzy hat den Titel „Les Nuits Sans Kim Wilde“ gesungen, was so viel bedeutet wie Nächte ohne Kim Wilde. Das ist ein echter Achtziger-Pophit. Wir drehten ein Video dazu, und ich absolvierte einige Auftritte mit ihm. Ich habe die Trash-Metal-Version von „Kids In America“ von Lawnmower Deth immer geliebt. Sie ist so fern von allem, und doch ist es für mich die einzige Version, die die Originalität des Songs auf sehr natürliche Art einfängt. Ich werde nie vergessen, wie ich den Song 2016 beim Metal-Festival „Download“ Festival mit ihnen gemeinsam gesungen habe. Das war einfach nur noch witzig.

Im kommenden Jahr ist es 40 Jahre seit der Veröffentlichung von „Kids In America“ her. Werden Sie Ihren Durchbruchs-Hit feiern?
Klar! Im Frühling veröffentliche ich mein Greatest-Hits-Album. Dafür wird es noch einige großartige Überraschungen geben. Eine verrate ich jetzt schon: ein Duett mit Boy George! Es gibt noch ein unveröffentlichtes Album, das ich in den Neunzigern aufgenommen hatte, kurz bevor ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde. Das wollen wir auch noch rausbringen. Und ich hoffe natürlich, dass unsere Konzerte im Oktober 2021 stattfinden können und wir dann alle wieder unsere Leben leben können. Es gibt dieses Weihnachten viel, wofür es sich zu beten lohnt.

Wie ist es Ihnen im Corona-Jahr 2020 ergangen?
Es war eine herausfordernde Zeit für uns als Familie. Mein Vater (der Rock’n’Roll-Sänger Marty Wilde, Anm. d. Red.) hatte zu Beginn des Lockdowns einen Herzanfall und brach zusammen. Der Gesundheitsdienst rettete sein Leben. Es war beängstigend. Zum Glück ist mein Dad emotional, mental und körperlich stark – er bekam einen Herzschrittmacher und ist wieder guter Dinge. Er hat mich einmal mehr inspiriert. Im Endeffekt sind wir stärker aus dem Lockdown rausgekommen als wir in ihn reingegangen sind.

Es war also nicht alles schlecht?
Bei allem Schrecklichen, was in der Zeit passiert ist, werde ich den letzten Sommer in positiver Erinnerung behalten. Es war wundervoll, unverhofft so viel Zeit mit meinem Dad zu verbringen. Denn eigentlich wäre es ein stressiges Jahr für mich geworden mit vielen Festivals und Konzerten. Und wenn ich etwas aus 2020 gelernt habe, ist es, dass ich zuvor zu viel gearbeitet habe und mehr Zeit Zuhause verbringen sollte.

Gibt es etwas Neues, was Sie ausprobiert haben?
Ich musste schnell lernen, wie man Videos macht. Mein Vater brauchte für sein Album ein paar Clips, aber wir saßen ja Zuhause fest während des Lockdowns. Also nahm ich meine Kamera und fing an zu filmen. Ich habe das erste Mal in meinem Leben Regie geführt. Das war merkwürdig, nachdem ich immer selbst vor der Kamera gestanden hatte. Es war wunderschön, ihm mit dem Album zu helfen, speziell in diesem Stadium seines Lebens. Mein Dad feiert jetzt bereits in der achten Dekade Charterfolge in England.

Sind Sie immer noch leidenschaftlich, was das Gärtnern anbetrifft?
Sehr! In diesem Sommer sah mein Garten besser aus denn je! Der Garten ist Kirche und Fitnesscenter für mich. Ich habe es wirklich genossen, mich ihm ganz widmen zu können. Mein Mann und ich haben Kartoffeln und Tomaten angepflanzt und waren so verbunden mit dem Stück Land. Diese ganze Covid-19-Zeit hat Menschen dazu veranlasst, wieder mehr Verbindung mit der Natur aufzunehmen. Die Natur war der Platz, an dem Menschen dieses Jahr Frieden finden konnten.

Friedvoll, wenig kitschig und eher minimalistisch mit schönen Stimmen und viel Atmosphäre klingt Ihr Weihnachtsalbum. Wollen Sie sich damit bewusst von anderen Platten zum Fest absetzen?
Ja, denn für viele Menschen kann Weihnachten auch eine schwierige und isolierte Zeit sein. Ich wollte das Weihnachtsfest deshalb auf verschiedene Arten reflektieren und mich nicht nur am Tannenbaum, den Lichtern und dem Familienglück abarbeiten. Es gibt Freudevolles und Lustiges wie bei „Rockin’ Around The Christmas Tree“, Romantisches mit „Winter Wonderland“, Philosophisches wie bei „Hope“, was im Zuge von Corona noch mal eine andere Bedeutung bekommt. Weihnachten kann aber auch einsam und kalt sein, wie bei „Song For Beryl“. Das wollte ich nicht unter den Tisch kehren.

 

Kim Wilde // © Universal Music

Gibt es die einsame ältere Person in „Song For Beryl“ wirklich?
Sie war eine Freundin unserer Familie. Sie verstarb vor einigen Jahren. Wir hatten uns mit ihr angefreundet und begleiteten und unterstützten sie auf dem letzten Teil ihres Lebensweges. Ich bekam dadurch einen tiefen Einblick, wie es für eine ältere Person ist, die ganze Zeit allein zu sein – speziell an Weihnachten. Es gibt viele Menschen, denen es so geht. Diesen Song haben wir für sie geschrieben.

Mit „Keeping The Dream Alive“ (zu deutsch: „So lang’ man Träume noch leben kann“) haben Sie ein Lied der Münchener Freiheit auf der Platte.
Das war immer einer meiner Lieblingssongs, als er in den Achtzigern rauskam. Für mich ist es ein klassisches Weihnachtslied, das in einer Reihe steht mit all den anderen Klassikern zum Fest. Ich weiß, bei euch ist der Song nicht mal ein Weihnachtslied; aber er fängt Gefühle ein, die Menschen zu Weihnachten haben. Er handelt von Hoffnung in einer schwierigen Zeit und davon, deinen Traum am Leben zu halten. Das ist für viele Menschen gerade jetzt schwer. Aber dieser Song kann Hoffnung und Stärke vermitteln, um nicht aufzugeben.

Sie covern auch „Last Christmas“ von Wham! Hat das mit George Michael zu tun?
Nur mit ihm! Ich fand es so tragisch und ironisch, dass George Michael ausgerechnet an Weihnachten starb. Das ist eine der traurigen Tatsachen des Weihnachtsfestes: Wir werden durch den Song immer daran erinnert, so einen großartigen Künstler verloren haben. Ich habe ihn nur einmal bei der TV-Show „Top Of The Pops“ getroffen. Er machte so einen Wirbel um mich, dass es mir fast peinlich war. Er war so unglaublich charmant. Er hatte leider seine Dämonen und Schwierigkeiten, mit dem Ruhm klarzukommen. In dem Lied schwingt so viel mit. „Last Christmas“ ist also mein Tribute an George Michael und die Freude, die er Millionen Menschen überall auf der Welt mit seiner unglaublichen Stimme und seinem außerordentlichen Talent gebracht hat.

Was wird bei Ihnen zu Weihachten gekocht?
Um das Weihnachtsdinner kümmert sich immer mein Mann. Er ist ein großartiger Koch. Es gibt ganz traditionell einen Putenbraten mit Kostbarkeiten gefüllt. Wir werden uns einen Weihnachtspudding schmecken lassen. Ich glaube, weil es für uns auch ein schwieriges Jahr war, wird es ein sehr reflektierendes Weihnachten werden, über die Jahre, die ins Land gegangen sind. Aber das gilt dieses Jahr wohl für alle Menschen: Es dürfte jede Menge Seelensuche überall auf der Welt passieren.

Wie halten Sie es mit der Weihnachtsdekoration? Darf es ein bisschen mehr sein?
Ich habe unglaublich viel Weihnachtsschmuck über die Jahre angesammelt, Etliches stammt von den Weihnachtsmärkten in Deutschland. Es war so viel, dass ich mich von einigem trennen musste, insofern kann ich es nicht ganz so übertreiben. Der Song „One“ auf der Platte handelt übrigens davon, wie ich in meiner Schachtel mit Weihnachtsdeko stöbere und die Geister längst vergangener Weihnachten mich in Form von Erinnerungen einholen. Ich besitze tatsächlich ein paar ganz alte Teile, die mir viel bedeuten. Für mich ist das Baumschmücken ein Ritual, dass ich nicht missen möchte. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mich dieses Jahr dabei zu filmen und das Video online stellen. Ich lade also alle ein ins Zuhause der Wildes.

Welches Weihnachtsalbum würden Sie als erstes zu Weihnachten auflegen: das von Robbie Williams, Michael Bublé oder Jamie Cullum?
Definitiv Michael Bublé. Denn das ist eines der Alben, die ich tatsächlich jedes Jahr höre. Ich liebe Jamie Cullum, den würde ich direkt danach spielen. Und Robbie geb ich zumindest eine Chance.

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