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Schwule Charaktere im Fantasy-Genre: Bruch mit Stereotypen

Redaktion - 15.02.2021 - 12:20 Uhr

Obwohl es im Fantasy-Genre viele bunte und außergewöhnliche Charaktere gibt, fehlt in den meisten Geschichten die Repräsentation schwuler und lesbischer Figuren. Viele der fiktiven Gestalten entsprechen typischen Rollenbildern und langjährigen Klischees. Langsam kann man jedoch erste Veränderungen im Genre erkennen, denn es erscheinen immer mehr Bücher, Filme und Co., in denen auch homosexuelle Charaktere einen Platz erhalten. Wir wollen uns die Entwicklung an zwei Beispielen ansehen!
 

Harry Potter // © Artem Maltsev

Dumbledore outet sich

Der Zauberer Dumbledore ist für viele einer der beliebtesten Zauberer aller Zeiten. Als Leiter von Hogwarts steht er Harry Potter und seinen Freunden in allen Teilen der gleichnamigen Romane und Verfilmungen zur Seite. In der Hauptreihe der Filme wird die Sexualität des alten Zauberers nicht thematisiert. Stattdessen entspricht er dem Stereotyp des Magiers. Der typische Zauberer ist ein alter Mann mit langen, weißen Haaren, vielen Falten im Gesicht und einem knorrigen Zauberstab oder magischen Wanderstock. Diese klassische Darstellung findet man in vielen Filmen und Spielen: Der weise Charakter steht dem Protagonisten oder Spieler zur Seite und hilft ihm dabei, die schwierigsten Situationen zu überwinden. Im Slot Black Magic wird der mystische Zauberer sogar die Titelfigur den Spiels, das im Online Casino gespielt werden kann. Andere Darstellungen findet man z. B. als Gandalf in der Buch- und Filmreihe Herr der Ringe oder Miraculix in den Comics von Asterix & Obelix. Im Film Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen wird eine Geschichte im Harry Potter-Universum erzählt, allerdings vor der Zeit des berühmtesten Magiers mit der Narbe auf der Stirn. Einige Charaktere überschneiden sich jedoch und so dürfen wir den Auftritt des jungen Dumbledore genießen, der von Jude Law verkörpert wird. Bereits 2007 gab die Autorin J. K. Rowling bekannt, dass der Charakter schwul sei, die ersten Beziehung von Dumbledore wird allerdings erst im 2018 erschienen Film thematisiert. Dumbledore soll demnach mit dem Bösewicht Grindelwald eine Liebesbeziehung gehabt haben, allerdings gab es im Streifen keine romantischen Szenen der beiden. Von der LGBTQ+ Community gab es dafür einiges an Kritik, denn man hätte die hochkarätigen Schauspieler Jude Law und Johnny Depp nur zu gerne gemeinsam gesehen. Ob sich dies im Nachfolgeteil ergeben wird, der 2022 in die Kinos kommen soll, bleibt abzuwarten!
 

Valkyrie // © Nik Shuliahin

Valkyrie sucht nach Königin

Walküren stammen ursprünglich aus der nordischen Mythologie und werden auch als Schildjungfern bezeichnet. Oftmals wurden die kriegerischen Frauen auch als Todesdämonen bezeichnet, wodurch sie sich ihren Platz im Fantasy-Genre verdienten. Walküren prägten das Bild der übermenschlich starken Kriegerinnen und wurden zur Vorlage für Figuren wie Xena. Während in der Kultserie niemals geklärt wurde, ob Xena eine Liebesbeziehung zu ihrer engsten Freundin hatte, outet sich nun eine andere Kriegerin. Dabei dreht es sich um die Figur mit dem etwas einfallslosen Namen Valkyrie aus dem Marvel-Universum, die zur ersten bisexuellen Figur in den Filmen des Comicverlags werden soll. Wer den Film Avengers: Endgame gesehen hat, weiß mittlerweile, dass Thor seine Herrschaft über Asgard abgegeben hat und die Kriegerin zur Königin ernannt hat. Die kämpferische Figur, gespielt von Tessa Thompson, nimmt sich dieser Aufgabe nun im neuen Streifen Thor: Love and Thunder an und hat dabei noch einen Platz an ihrer Seite frei. Die Gerüchteküche ist dabei schon heftig am Brodeln. So soll Valkyrie an ihrer Seite nämlich keinen König, sondern eine Königin suchen. Damit sehen Fans von Marvel schon bald die erste bisexuelle Heldin von MCU auf der großen Leinwand. Und Marvel legt noch nach: In Eternals wird schon bald der erste schwule Kuss gezeigt werden, außerdem soll es schon bald einen transsexuellen Superhelden namens Sera geben. 

Das Fantasy-Genre verändert sich. Statt Klischees und Stereotypen setzt man heute immer öfter auf Inklusivität und neue Geschichten. Dabei kommt sogar der ein oder andere Charakter aus der LGBTQ+ Szene auf die Bildfläche. Es dürfen allerdings ruhig noch mehr werden, denn das Thema ist alles andere als ausgeschöpft. Mit Dumbledore und Walküre kommen endlich frischer Wind in das Genre, bisher hat man diese allerdings noch in keinen romantischen Szenen gesehen. Es gibt also auf jeden Fall noch Luft nach oben!

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