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Jürgen von der Lippe versteht den Sinn des Genderns nicht
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„Ein Emoji vielleicht?“ Jürgen von der Lippe versteht den Sinn des Genderns nicht

co - 11.01.2022 - 13:00 Uhr

Jürgen von der Lippe (73) ist kein Fan der geschlechtersensiblen Sprache – im Gegenteil hält er es gar für einen „Skandal, dass Universitäten verlangen, dass Arbeiten von den Studenten gegendert und so in einem falschen Deutsch eingereicht werden.“

„Zwanghafter Veränderungswillen“

Laut der Bild kritisiert der Komiker, dass nur eine Minderheit für die gendergerechte Sprache sei: „Je nach Umfrage wollen bis zu 91 Prozent der Deutschen nicht gendern.“ Ihn selbst regten „die sinnfreien Partizipien“ am meisten auf: „Der Bäcker ist ein Backender, wenn er in der Backstube steht. Wenn er auf dem Klo sitzt, dann nicht mehr.“ Auch seien Formen wie „Köch:innen“ laut einem Interview mit T-Online falsch, „weil wir hier nur die weibliche Form hören“.

Nicht weitreichend genug

„Wenn ich selbst queer wäre […], wäre ich beleidigt, dass ich nur von so einem kleinen Zeichen repräsentiert werden soll“, so von der Lippe. Außerdem frage er sich, ob man andere benachteiligte Gruppen auch in der Sprache sichtbar machen wolle – vielleicht mit einem „Emoji“? „Das stimmt doch alles hinten und vorne nicht. Warum bleiben wir nicht einfach beim generischen Maskulinum, da kann sich jeder zu Hause fühlen.“ Dass dieses jedoch gar nicht so generisch ist, beweisen zahlreiche psycholinguistische Studien. Quarks listet einige von ihnen auf. 

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