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Jolina Mennen // © instagram.com/jolinamennen
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Kanäle, die man kennen muss LGBTI*-Youtuber wollen polarisieren, aber aufklären

tr - 11.07.2021 - 10:00 Uhr

Wer Jolina Mennen nicht kennt, hat bei den Transgendern wohl verschlafen. Die in Bremen geborene YouTuberin und Bloggerin ist eines der bekanntesten Gesichter unter den Trans-Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Angefangen hat alles mit ein paar Make-up-Videos und jetzt folgen ihr etwa 289.000 Abonnenten. Im Herbst 2019 brachte sie eine Autobiografie heraus. Damals war sie 27 Jahre alt. Recht jung, wenn man bedenkt, dass in dem Buch einige heikle Dinge drinstehen. Das Buch Storytime kam auf die Spiegel Bestseller-Liste und wurde sehr erfolgreich verkauft. Jolina Mennen war nicht immer eine Frau. Sie gehört zu den transsexuellen Menschen. Nachdem sie 2017 und 2018 eine Gesichtsfeminisierung und eine Brustvergrößerung hatte, unterzog sie sich bereits ein Jahr später einer Geschlechtsanpassung. Im selben Jahr heiratete sie ihren 14 Jahre älteren Lebensgefährten Florian, mit dem sie seither immer noch glücklich ist. Jolina geht mit ihrer Transsexualität offen um und das bringt ihr viele Sympathiepunkte ein.

Die Frage – ein Kanal, der Antwort gibt

Mit rund 517.000 Abonnenten ist der Channel auf YouTube gut besucht. Hierbei handelt es sich um einen von Funk produzierten Wissenskanal, auf dem die außergewöhnlichsten und doch simpelsten Fragen gestellt und beantwortet werden. Auch wenn die Macher selbst nicht zur LGBTI*-Gesellschaft gehören, findet man viele Beiträge zum Thema non-binary oder Transsexualität. Sie wollen aufklären und fragen deshalb Dinge, die sonst wohl kaum jemand fragt. In der Video-Reihe Wie ist es trans* zu sein? Erzählt Anastasia in der achten Folge, warum sie ihre Geschlechtsangleichung bereut und mit welchen Gedanken sie zu kämpfen hat. Sehenswert ist außerdem die Video-Serie wie sehr bestimmt das Geschlecht mein Leben?. Darin berichtet Cato, wie sich der Alltag als Non-Binary-Person gestaltet. Sie möchte sich nicht verstecken und einen Einblick darüber geben, dass es nichts Schlimmes ist, nicht-binär zu sein. Der YouTube-Kanal bietet noch viele andere Fragen und deren Antworten, die nicht ganz alltäglich sind. Nicht jeder traut sich »Die Frage« zu stellen, doch die Reporter gehen unvoreingenommen mit den Menschen um und zeigen sich offen. Die Produzenten wollen einen Beitrag dazu leisten, die Welt toleranter zu machen.

Von Jakob zu Gypsy – Wenn Man(n) sich verkleidet

Jakob ist 23 Jahre alt und scheinbar der Inbegriff der Polarisierung. Seine Themen rütteln wach, sind aber trotzdem gesellschaftlich wertvoll. Er ist ein Mann. Er ist schwul. Er ist Moslem und er ist eine Drag Queen. Wenn er seine Shows macht, verwandelt er sich in die schillernde Persönlichkeit Gypsy. Auf dem Kanal „kweengypsy“ dreht sich alles um Vorurteile und deren Aufklärung – mit viel Sarkasmus und Witz. Das Video „Ich gehe als Drag Queen in die Moschee“ hat bis Anfang Juli 2021 über 33 Tausend Aufrufe erhalten. In einem Interview zu seinem Dasein als Drag Queen auf dem Youtube-Kanal Hyperbole beantwortet er Zuschauerfragen zu seiner Person und seinem Beruf als Drag Queen. Auf Spotify findet man seinen Podcast „Tuntentalk“, der wirklich hörenswert ist.

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