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Krise im Job // © viarami/pixabay
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Krise im Job Tipps zum erfolgreichen Überwinden

Redaktion - 08.09.2022 - 16:04 Uhr

Jobkrisen haben viele Ursachen. Manchmal entstehen sie aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Unternehmen. Dahinter stecken dann objektive Umstände wie die Corona-Krise oder Managementprobleme. Das löst Notlagen aus. Umsätze sinken und Mitarbeiter werden gekündigt. Krisen entstehen aber auch, wenn die soziale Kultur im Unternehmen frustrierend ist. Konkurrenz statt Kooperation oder Mobbing im Unternehmen belasten die Arbeitssituation. Drittens entstehen Job-Krisen, wenn die Arbeit zur leeren Routine verkommen ist und sich keine Chancen auf Weiterentwicklung mehr zeigen. Wie lässt es sich geschickt mit solchen Krisensituationen umgehen? Nicht alles lässt sich alleine bewältigen. Wichtig sind aber zwei Handlungsrichtlinien: Um Krisen zu bewältigen, braucht es die passende Einstellung und die richtigen Maßnahmen.

Woran erkenne ich eine Krise im Job?

Gerät der Arbeitgeber in wirtschaftliche Schwierigkeiten, wird es irgendwann offenkundig. Es gibt Probleme mit der pünktlichen Gehaltszahlung oder es kommt zu Kündigungen. Die meisten Krisen entstehen aber schleichend. Sie zu erkennen, ist nicht immer leicht. Viele Menschen haben eine grundsätzliche Bereitschaft, sich an die bestehenden Arbeitsbedingungen anzupassen. Dann stellt sch die Frage: Wann ist die Grenze der Frustration überschritten? Um das herauszufinden, hilft eine gute Selbstbeobachtung. Wie fühlt sich die Arbeitssituation an? Typische Hinweise auf Krisensituationen sind:

  • Wenn Ehrgeiz und Visionen von persönlicher Weiterentwicklung verschwunden sind, obwohl du einmal Karrierewünsche und -ziele hattest.
  • Wenn positive Kontakte mit Kollegen fehlen – jeder isst alleine in der Kantine und abends geht man nie zusammen ein Bierchen trinken.
  • Wenn die Kommunikation im Unternehmen angespannt oder sogar hinterlistig ist.
  • Wenn Teamgeist fehlt.
  • Wenn du privat auf keinen Fall gefragt werden möchtest: Wie läuft es im Job?
  • Wenn Langeweile das dominierende Gefühl ist, obwohl du eine hohe Arbeitslast hast.
  • Wenn es scheint, als ob deine Arbeitsergebnisse im Unternehmen die gleiche Relevanz haben wie ein Durchzug im Treppenhaus.

Wenn du solche und ähnliche Erlebnisse bei der Arbeit hast, steckst du schon tief in einer Krise – es ist Zeit, etwas zu ändern.

Jobkrise bewältigen – welche Einstellungen helfen weiter?

Passivität hilft selten, um durch Krisen zu kommen. Natürlich kann man manche Probleme einfach aussitzen. Aber bei so einer Einstellung verstehst du dich als Spielball höherer Mächte und wartest ab, was das Schicksal dir zuwirft – oder eben auch nicht. Besser ist, du packst die Probleme direkt beim Schopf. Um das zu können, musst du dich zuerst fragen: Was sind die Ursachen eigener Passivität? Meistens steckt eine allgemeine Angst vor der Veränderung dahinter. Tritt man aktiv in einen Veränderungsprozess ein, lässt sich der Ausgang nicht kontrollieren. Es gibt keine Garantie, dass automatisch alles besser wird, wenn man etwas verändern möchte. Umgekehrt gilt: Tapferes Ausharren verändert meistens schlicht gar nichts. Es verhindert sogar, sich mit den wirklichen Zielen und Bedürfnissen zu befassen. Da kommt der zweite Hemmschuh ins Spiel – die eigenen Schwächen. Was verhindert genau, die persönlichen Ziele erfolgreich umzusetzen? Fehlt es an Orientierung? Fähigkeiten und Kenntnissen? Wie kann man die Ursachen konkret aus der Welt schaffen und die Situation verändern? Gehe diesen unangenehmen persönlichen Fragen auf den Grund. Dann kannst du tun, was für die Überwindung einer Krise unverzichtbar ist: Entscheidungen treffen.

Die Jobkrise geht vom Unternehmen aus – was tun?

Befindet sich der Arbeitgeber in Schwierigkeiten, gibt es starke Unsicherheiten: Wie lange ist der eigene Arbeitsplatz noch sicher? Das hängt auch davon ab, was im Unternehmen zur Bewältigung der Krise aufgefahren wird. Gibt es transparente Informationen? Organisieren Führungskräfte die Engpässe, klären auf und motivieren? Existiert ein Krisenplan, der bekannt ist? Gibt es eventuell sogar die Möglichkeit, einen Krisensprecher zu wählen? Solche Maßnahmen sprechen dafür, dass du in einem aktiven Unternehmen arbeitest, das mit Spucke und Teamgeist die Krise lösen will. Hier kann sich Loyalität auszahlen. Anders sieht es aus, wenn solche Maßnahmen fehlen. Wirkt das Unternehmen überfordert? Fehlen Ansprechpartner? Bleibt jeder sich selbst überlassen? Dann solltest du das sinkende Schiff verlassen. Selbst wenn es sich trotz allem über Wasser hält: Du erkennst an diesem Krisenumgang, dass du als Arbeitnehmer hier nie beruflich sinnvolle oder menschlich faire Unterstützung erwarten kannst. Beginne mit der Suche nach neuen Perspektiven.

Jobkrise und persönliche Unzufriedenheit gehen Hand in Hand

Um aus einer beruflichen Krise herauszufinden, kannst du mehrere Schritte planen. Selbst wenn du noch in einer frustrierenden Situation bist, erlebst du durch Eigenaktivität, dass du das Heft wieder in die Hand nimmst. Folgende Schritte bieten sich an:

1. Orientierung durch Coaching:
Im Zentrum eines Coachings stehen drei zentrale Fragen: Wer bin ich? Was will ich? Wie kann ich es erreichen? Üblicherweise ist ein Coach als Sparringspartner wichtig, um mit den richtigen Fragen und Feedbacks die Erkenntnisschritte voranzutreiben. Rund um das Berufsleben gibt es diverse Coachingangebote wie das Karrierecoaching. Alternativ ist ein Selbstcoaching möglich.

2. Fähigkeiten erweitern mit Weiterbildung:
Kennst du deine neuen Ziele? Es fehlt aber an beruflichem Know-how? Frage den Arbeitgeber, ob er eine Weiterbildung unterstützt. Alternativ kannst dich bei der Agentur für Arbeit beraten lassen. Drittens informiere dich über die Bildungsprämie. Sie kann dich ebenfalls finanziell unterstützen. 

3. Bewerbungen
Suchst du einen neuen Arbeitgeber? Dann müssen die Bewerbungsunterlagen auf Vordermann gebracht werden – vor allem nach einer erfolgreichen Weiterbildung. Auch für Bewerbungen gibt es professionelle Unterstützung.

Was tun, wenn die Krise dich unausweichlich einholt?

Manchmal schlägt die Krise voll zu und eine Kündigung flattert ins Haus. Dann ist schnelles Handeln erforderlich – speziell beim Thema Arbeitslosengeld. Generell gilt: Sobald man von einer drohenden Kündigung erfährt, sollte man sich an die Agentur für Arbeit wenden. Bei frühzeitigem Handeln lässt sich vieles im Vorfeld planen. Das kann unter anderem eine Weiterbildung sein. Sie startet dann eventuell zeitnah mit Beginn der Arbeitslosigkeit. So gibt es keine Lücken im Lebenslauf und der Aufbau neuer Perspektiven schließt sich nahtlos an. Wird die drohende Kündigung frühzeitig gemeldet, kann zudem das Arbeitslosengeld mit Beginn der Arbeitslosigkeit direkt ausgezahlt werden. Anspruch hat jeder darauf, der mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Um es zu erhalten, muss es gesondert beantragt werden. Es  wird nicht automatisch ausgezahlt, weil man sich arbeitslos meldet. Da zur Prüfung des Anspruchs einige Zeit vergeht, ist schnelles Handeln von Vorteil. Generell muss die Arbeitslosigkeit spätestens an dem Tag gemeldet werden, wenn sie beginnt. Sonst kommt es zu Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. Auch in Phasen der Arbeitslosigkeit sind Coachings, Weiterbildungen oder Bewerbungshilfen möglich. Deshalb bietet dieser berufliche Tiefpunkt ähnliche Chancen wie Krisen im Berufsleben. Der Nachteil ist, dass die Förderungen in der Arbeitslosigkeit von Ermessensentscheidungen Arbeitsvermittler abhängen. Sie müssen die eigenen Ziele nicht unterstützen. Ein Teil der Selbstbestimmung geht in der Arbeitslosigkeit verloren. Aus diesem Grund lohnt es sich, Veränderungen aktiv zu verfolgen, solange es noch nicht zu einer Kündigung gekommen ist.  

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