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Unwohlsein im eigenen Körper // © klebercordeiro
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Unwohlsein im eigenen Körper Bodyshaming – Wenn man wegen seines Äußeren diskriminiert und beleidigt wird

tr - 27.03.2021 - 10:00 Uhr

Unter dem Begriff Bodyshaming versteht man die Diskriminierung, Beleidigung oder Hassreden gegenüber Menschen aufgrund ihres Aussehens. Leider sind schwule Männer davon mehr betroffen, obwohl man meinen sollte, dass Gays sich in Zusammenhang mit Vorurteilen besser verhalten. Bodyshaming ist bei beiden Geschlechtern vertreten. Doch niemandem sollte der eigene Körper peinlich sein, weil er nicht dem Schönheitsideal der Gemeinschaft entspricht. Man kann nicht jedem gefallen und muss das auch gar nicht. Dass dies sogar unmöglich ist, zeigt uns die ganze Welt. In Afrika werden beispielsweise andere Körperformen als schön wahrgenommen als in Europa.

Bodyshaming in der Onlinewelt

Vor allem auf Dating-Portalen ist Bodyshaming weitverbreitet. Das führt dazu, dass Menschen ihre Bilder bearbeiten und bei realen Treffen die Überraschung groß ist. In Dating Apps werden Personen auf ihr Äußeres reduziert. Wer einem nicht gefällt, wird weggewischt. Doch dabei können die charakterlich besten Männer hinter dem nicht perfekten Erscheinungsbild stecken. Außerdem reagieren Menschen online anders. Sie schauen genau auf die Bilder und entscheiden sich gegen Leute, die sie in der Realität gar nicht als „hässlich“ empfunden hätten. Diese Verurteilung und der Hass sind gefährlich und können bei den nicht akzeptierten Schwulen zu Magersucht führen. Zwei Drittel der Männer mit Essstörungen sind homosexuell.

Um dem Bodyshaming vorzubeugen, kann man die richtige Community für sich wählen. Wer bestimmte Neigungen hat, was das äußere angeht, findet die passenden Menschen auf unterschiedlichen Plattformen im Internet. So gibt es beispielsweise Portale für sogenannte Bears, also Männer, die auf stark behaarte Typen stehen. In solchen und ähnlichen Communitys ist Bodyshaming weniger vertreten, zumindest in dem Bereich, auf den sich die Vorliebe für die Äußerlichkeit bezieht.

Body Positive und Body Neutrality

Jeder sollte sich so akzeptieren, wie er ist. Nur, wer sich selbst liebt, kann auch von anderen geliebt werden. Außerdem verändert Selbstakzeptanz die eigene Ausstrahlung zum Besseren. Kein Mensch ist perfekt. Dafür steht die Body Positiv Szene. Homosexuelle und Heteros präsentieren dabei ihre körperlichen Makel im Web. Sie nutzen dazu beispielsweise soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest. Sie zeigen demonstrativ, dass jeder Mensch Körperregionen hat, die er nicht besonders mag.

Die Body Neutrality Szene ist wiederum der Ansicht, dass sowohl beim Bodyshaming als auch beim Body Positive zu viel Aufmerksamkeit auf dem Erscheinungsbild liegt. Sie sind der Meinung, Äußerlichkeiten sollten keine Rolle spielen. Jeder muss sich im eigenen Körper wohlfühlen. Niemand sollte sich für andere verändern. Ein starkes Selbstbewusstsein und ein dickes Fell bei Beleidigungen helfen, dass Bodyshaming an einem abprallt. Menschen, die nur auf das Äußere achten, sollten aus dem eigenen Umfeld aussortiert werden. Man selbst sollte das Augenmerk eher auf die inneren Werte legen. Natürlich muss einem der Gay Partner gefallen, aber die Optik ist nicht alles.

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