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Versicherungsdschungel // © Chinnapong
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Versicherungsdschungel Mehr Klarheit für die LGBT+ Community

Advertorial - 07.07.2020 - 15:00 Uhr

Vor dem Gesetz sind alle gleich – aber wie sieht es bei Versicherungen aus? Seit 2012 garantiert der sogenannte "Unisex-Tarif" die Gleichstellung der Geschlechter im Versicherungswesen. Doch LGBT+ stoßen in Deutschland immer wieder auf besondere Hürden beim Thema Versicherungen. Übernimmt eine Krankenversicherung beispielsweise die Kosten für eine operative Geschlechtsangleichung oder eine Hormontherapie? Und welche Auswirkungen hat die “Ehe für alle” auf die Versicherungssituation von LGBT+ Paaren? Die Versicherungsexperten von CLARK klären die häufigsten Versicherungsfragen der bunten Community.

Trans- & Intersexualität: Diese Leistungen erbringen GKV und PKV

Welche Kosten die Krankenversicherungen bei einer Geschlechtsangleichung übernehmen, ist für viele Betroffene nur schwer einschätzbar. Grundsätzlich gilt, dass die Krankenkassen die Kosten für eine begleitende Psychotherapie, für Hormonbehandlungen und auch für Operationen zahlen, wenn nachgewiesen werden kann, dass diese Leistungen medizinisch notwendig sind. Privatversicherte müssen aber Folgendes beachten: „Da die private Krankenversicherung grundsätzlich die Möglichkeit hat, einen Vertrag anzufechten oder ihn zu kündigen, ist es wichtig, falls die Transsexualität bei Vertragsabschluss nicht angegeben wurde, dem Versicherer detailliert darzulegen, dass man sich dieser bei Vertragsabschluss noch nicht bewusst war”, so die CLARK-Experten. „Für Trans- oder Intersexuelle, die von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln wollen, ist dies nach einer Geschlechtsangleichung oder während einer Hormontherapie oft nicht mehr möglich.”

Allgemein gilt sowohl für die private als auch die gesetzliche Versicherung: Erst wenn nachgewiesen ist, dass durch die fehlende Identifikation mit den angeborenen Geschlechtsmerkmalen ein klinisch relevanter Leidensdruck vorliegt, werden die Kosten für die Angleichung übernommen. Allein ein amtlicher Nachweis über die Abänderung des Namens und des Geschlechts reichen für die Kostenübernahme in der Regel nicht aus. Für Betroffene ist dies oft ein langwieriger Prozess, bei dem verschiedene Gutachten und Diagnosen notwendig sind. Auf Portalen wie krankenkasseninfo.de finden sich wichtige Informationen und Schritte. „Am besten spricht man dazu auch frühzeitig mit seinem Versicherungsberater, der weiß, worauf bei der individuellen Krankenversicherung zu achten ist”, so die CLARK-Versicherungsexperten.

Unterstützung beim Kinderwunsch für gleichgeschlechtliche Paare

Eine häufige Frage, die homosexuelle Paare beschäftigt, ist die Unterstützung der Versicherung bei der Erfüllung des Kinderwunsches. Laut aktuellem Stand ist die Krankenversicherung nur dann verpflichtet, die Kosten für eine künstliche Befruchtung oder Insemination zu übernehmen, wenn die Kinderlosigkeit eine medizinische Ursache hat. Daher müssen gleichgeschlechtliche Paare die anfallenden Kosten zur Erfüllung ihres Kinderwunsches in allen anderen Fällen selbst tragen.

Kinderwunsch für gleichgeschlechtliche Paare // © svetikd

Auswirkungen der “Ehe für Alle” auf Versicherungssituation

Die “Ehe für Alle” war 2017 ein wichtiger Schritt in der Gleichstellung von LGBT+ Paaren – auch beim Thema Versicherungen: In vielen Tarifen ist der Ehepartner oder -partnerin automatisch oder auf Antrag mitversichert. Bei der Hausrat-, Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung benötigt man dann nur noch eine Police – so können verheiratete LGBT+ Paare Zweitversicherungen gegebenenfalls kündigen oder Familien- und Paar-Tarife auswählen. „Auch hier sollte man sich unbedingt einen Überblick über die eigenen Tarife machen, bevor man kurzfristig Verträge kündigt”, so die CLARK-Versicherungsexperten. Dank der “Ehe für Alle” ist es für homosexuelle Ehepaare auch leichter, sich gegenseitig über eine Risikolebensversicherung abzusichern. Denn in der Vergangenheit kam es bei der Beurteilung der individuellen Risikosituation oft zu Benachteiligungen gleichgeschlechtlicher Paare. Einige Versicherer nahmen bei LGBT+ Personen erweiterte Risikoprüfungen vor, lehnten Anträge ab oder erhoben beim Abschluss einer Police einen Risikozuschlag – das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Gesetzesänderung garantiert die Gleichbehandlung von homo- sowie heterosexuelle Ehepaare in den Verträgen und Leistungen der Versicherungsunternehmen.

„Egal ob Frau und Mann, Frau und Frau oder Mann und Mann – die Liebe ist nicht kompliziert und Versicherungen sollten es auch nicht sein”, so die CLARK-Versicherungsexperten abschließend.


Über CLARK
CLARK ist ein führender Versicherungsmanager und bietet seinen Kunden eine voll-digitale Möglichkeit ihre Versicherungen zu verbessern. Nach einem 5-minütigen Anmeldeprozess haben Kunden die Möglichkeit, in einem übersichtlichen Versicherungs-Cockpit in der App (iOS und Android) und auf der Webseite den Status ihrer Versicherungssituation einzusehen. Algorithmus-basiert bietet CLARK eine Analyse sämtlicher Tarife des Kunden. CLARK durchsucht das Angebot des gesamten Marktes, um die besten Tarife zu identifizieren. Kunden haben im Anschluss die Möglichkeit, mit wenigen Klicks ihre Versicherungssituation zu verbessern. CLARK wurde im Juni 2015 von Dr. Christopher Oster, Steffen Glomb, Dr. Marco Adelt und Chris Lodde in Deutschland gegründet und bietet seinen Service seit 2020 auch in Österreich an. Die Geschäftsführung in Österreich hat neben Marco Adelt der Salzburger Dr. Philip Steiner inne. CLARK ist anerkannt für die Kombination eines technologie-getriebenen Ansatzes mit der qualitativen Beratung durch Experten.

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