Direkt zum Inhalt
Britische Regierung entschuldigt sich für Militär-Bann
Rubrik

Militär-Bann für Homosexuelle Britische Regierung entschuldigt sich

co - 10.01.2020 - 14:00 Uhr

Die Verbannung Homosexueller aus dem britischen Militär wurde erst im Jahr 2000 aufgehoben. Aufgrund des Verbots wurden Homosexuelle unehrenhaft entlassen und manchmal auch ihrer Orden beraubt. Jetzt entschuldigte sich die Regierung erstmals für die damalige Regelung.

Das Verbot sei damals genauso inakzeptabel gewesen wie heute, so der Unterhaus-Abgeordnete Johnny Mercer bei einer Veranstaltung für Veterane in Westminster. „Als Minister für Verteidigung, Menschen und Veterane wollte ich mich heute persönlich bei Ihnen für diese Erfahrungen entschuldigen.“

Mercer war selbst beim Militär. Doch das Umfeld, in dem die damalige Soldaten dienten, sei für ihn nur schwer vorstellbar. Sich freiwillig zu melden sei schon an sich ein mutiger Schritt. Sich freiwillig zu melden für das ungewisse Dienstleben und in dieser Gemeinschaft, auf die so viele Ehemalige stolz seien, so diskriminiert zu werden – das sei schlichtweg inakzeptabel.

Laut Sky News bekam ein LGBTI*-Veteran kürzlich seine Orden durch ein Präzedenz-Urteil zurück – weitere Fälle werden erwartet.

Auch Interessant

Dokumentation „Cured“

Homosexualität ist keine Krankheit

In der Dokumentation „Cured“ geht es um den Kampf der LGBTI*-Community gegen die Klassifizierung von Homosexualität als Geisteskrankheit.
Katastrophe von Beirut

Queeren Menschen hilft niemand

Bei einer Explosion in Beirut verloren zahlreiche Libanesen ihre Lebensgrundlage. Viele sind ohne Zugang zu Wasser, Nahrung, Obdach und Medizin.
US-Wahlkampf

Kamala Harris als Vizepräsidentin

Der Demokrat Joe Biden ernannte Kamala Harris, die mit ihm um die demokratische Nominierung stritt, zu seiner Vize-Präsidentschaftskandidatin.
One Million Moms entsetzt

Lesbische Hochzeit bei Hallmark

Der familienfreundliche US-Sender Hallmark zeigt in einem kommenden Film eine lesbische Hochzeit. Die Organisation One Million Moms ist fassungslos.
Polnisches Stonewall

Aktivisten attackiert und verhaftet

Am Wochenende demonstrierte die polnische LGBTI*-Community gegen die Gefangennahme der Trans-Aktivistin Malgorzata „Margot“ Szutowicz.
Indianische LGBTI*-Rechte

Ein weiterer Stamm öffnet die Ehe

Als das oberste Gericht die Ehe für alle beschloss, galt sie zwar für alle US-Bundesstaaten, jedoch nicht für die unabhängig lebenden Ureinwohner.
Tot aufgefunden

Russischer Influencer ermordet

Der 23-jährige russische TikTok-Star Egor Gromov wurde Anfang des Monats tot in der Wohnung eines 46-jährigen Freundes aufgefunden.
Homophobe Schuleinrichtung

Philippinisches Katholiken-College

Das philippinische Assumption College bezeichnet Homosexualität in seinen Arbeitsverträgen und Anmeldeformularen als „unmoralisch“.
Trans-Rechte in Thailand

Regierung will Dokumente anpassen

Eine Arbeitsgruppe der thailändischen Regierung arbeitet an einem Entwurf zur Anerkennung von Trans-Personen, der im Oktober besprochen werden soll.