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Schwuler Bürgermeister aus Maryland tot aufgefunden
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War es Selbstmord? Schwuler Bürgermeister aus Maryland tot aufgefunden

co - 28.01.2022 - 14:00 Uhr

Am Mittwoch gab die Stadt Hyattsville im US-Bundesstaat Maryland bekannt, dass Bürgermeister Kevin Ward (44) sich das Leben genommen hatte. Er hinterlässt einen Ehemann und zwei jugendliche Söhne.

Trauer um Volksvertreter

Ward war offen schwul. Bevor er 2020 zum Bürgermeister gewählt wurde, war er Präsident des Stadtrats. „Bürgermeister Ward war eine geschätzte und vertrauenswürdige Führungspersönlichkeit und ein leidenschaftlicher Fürsprecher für alle Menschen in Hyattsville. Wir sind untröstlich über diesen Verlust und sprechen seiner Familie unser tiefstes Beileid aus“, so die Stadt. Man wisse, dass das eine schwierige Nachricht für die Gemeinschaft sei. Regionale Politikerinnen und Politiker zeigten Anteilnahme: County Executive Angela Alsobrooks schrieb, sie sei „untröstlich“ über den Verlust des „herausragenden Leiters“, der seine Stadt „innig liebte“. Governor Larry Hogan bezeichnete Wards Tod als „tragischen Verlust“. 

Zweifel an Selbstmord

Wards Leichnam wurde im Park namens Fort Marcy in McLean, Virginia, gefunden. Der Ort befindet sich knapp außerhalb von Washington D.C. Im selben Park wurde auch schon die Leiche von Clintons ehemaligem Berater Vince Foster gefunden, der im Juli 1993 Selbstmord beging. Laut MTO News ist der Park als Cruising-Spot bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass Ward sich die tödliche Schusswunde selbst zufügte. Ein Familienmitglied glaubt allerdings, dass es Mord gewesen ist, da Ward sich niemals selbst umgebracht hätte.

Hier gibt es Hilfe

Die Berichterstattung über Suizid ist ein überaus sensibles Thema. Wir möchten es in KEINSTER Weise glorifizieren oder romantisieren. Viele Menschen die durch Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung. Wenn es dir nicht gut geht oder du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, versuche mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen du dich melden kannst.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de

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