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Jugendliche treffen Bundesministerin Paus // © IMAGO / Metodi Popow
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Jugendliche treffen Bundesministerin Pau Austausch im Zuge der Treffen der G7-Staaten

ms - 17.05.2022 - 15:00 Uhr

Die neue Bundesfamilienministerin Lisa Paus trifft sich heute im Rahmen des Jugendbeteiligungsformats “Youth7“ mit jungen Delegierten zwischen 18 und 30 Jahren aus elf verschiedenen Ländern in Berlin, um ihre Forderungen an den deutschen G7-Vorsitz zu besprechen.

Bundesjugendministerin Paus möchte sich dabei auf dem Gipfel intensiv mit den Jugenddelegierten über ihre Anliegen austauschen. Nicht grundlos wurde dabei für das Treffen auch der heutige Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) gewählt.

 

Der Jugendbeteiligungsprozess „Youth7“ steht für den Dialog der G7 mit der jungen Generation. Dabei betont das Bundesfamilienministerium: „Eine sichtbare und wirksame Beteiligung junger Menschen ist für die Bundesregierung auch unter deutscher G7-Präsidentschaft wichtig.“ Den Höhepunkt dafür soll der fünftägige Gipfel in Berlin sein, an dem junge Menschen aus den G7-Staaten, der Europäischen Union  und den Gastländern Senegal, Südafrika und Indonesien sowie dem diesjährigen Partnerland Ukraine teilnehmen. Zu der Gruppe der G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

Die G7 ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs aus sieben Industrieländern. Bei ihren jährlichen Gipfeltreffen stimmen sie gemeinsame Positionen zu globalen politischen Fragestellungen ab.

 

Es wird erwartet, dass auch queere Probleme und Belange der LGBTI*-Community im Austausch mit der Bundesfamilienministerin zu Wort kommen werden, gerade auch deswegen, weil sich vor allem immer mehr junge Menschen als queer definieren. Studien zu Beginn des Jahres 2022 belegten, dass sich in den USA rund 20 Prozent der Generation Z (geboren zwischen 1995 und 2012) als Mitglied der LGBTI*-Community sehen.

Eine Umfrage von Statista von letzter Woche zeigt auf, dass sich in Deutschland 13 Prozent der jungen Menschen als “nicht heterosexuell“ definieren. Die beiden größten Gruppen (7 Prozent) sind dabei homosexuelle und bisexuelle Personen. Die Entwicklung, dass sich im Vergleich der einzelnen Generationen immer mehr Menschen als queer outen, ist dabei auch in Deutschland zu erkennen. Mit Blick auf die Situation in Europa dürfte gerade der Anstieg von Hass und Gewalt gegenüber LGBTI*-Jugendlichen in vielen Ländern in Europa wie auch anderenorts eines der zentralen Themen für junge Menschen sein.

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