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AUGENLASERN // © FG Trade
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AUGENLASERN Endlich wieder scharf sehen ohne Lesebrille

kk - 22.07.2021 - 09:00 Uhr

Wer immer unschärfer sieht und seine Äuglein immer mehr anstrengen muss, sollte entweder zu einer Brille greifen oder sich gleich unter den „Laser“ legen: Das so genannte Augenlasern wird hierzulande immer beliebter und unter neben der ältesten Methode LASEK (SCHWULISSIMO Ausgabe 06/20) gibt es auch noch die Varianten PRK und LASIK, die wir Euch nun beschreiben – samt aller Unterschiede, Risiken und Vorteile:

PRK:
Das Verfahren PRK (Photorefraktive Keratektomie) gilt als Vorläufer von LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) und auch hier wird mit einem Laser Gewebe von der Oberfläche der Hornhaut abgetragen. In den letzten Jahren hat diese Methode deutlich an Beliebtheit gewonnen, die unten vorgestellte LASIK ist jedoch die populärste Augenlaser-Methode. Was sind aber nun die Fakten zu PRK?

Für wen geeignet?
Menschen, die unter Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leiden. Angewandt wird sie zudem bei sehr dünner Hornhaut.

Maximale Dioptrienwerte?
Kurzsichtigkeit: bis -6 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien, Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien.

Wie erfolgt der Eingriff?
In Sachen Anästhesie wird mittels Augentropfen eine örtliche Betäubung durchgeführt. Danach wird eine direkte Bearbeitung der oberen Hornhautschicht durchgeführt. Der Laser-Typ zur Modellierung der Hornhaut ist ein Excimer-Laser.

Gesamte Dauer der Behandlung?
Der Laser selbst ist nur wenige Sekunden im Einsatz, die gesamte Behandlung beläuft sich auf ca. 10 Minuten pro Auge. Bei dem Eingriff sind beide Augen in einer Sitzung machbar.

Was passiert nach der OP?
Einige Tage nach der OP kann es nu Schmerzen kommen. Das Wiedererlangen der vollständigen Sehkraft vollzieht sich innerhalb weniger Wochen und die Heilungsdauer beträgt drei bis sieben Tage. Das Tragen von therapeutischen Kontaktlinsen für einige Tage ist bei der PRK-Methode nicht notwendig.

Zu welchen Risiken und Nebenwirkungen kann es kommen?
Schmerzen, Trockenheitsgefühl, Jucken, Brennen sowie Wundheilungsstörungen wurden bei Patienten beobachten.

Welche sonstige Nachsorge ist erforderlich?
Es werden Augentropfen (Antibiotika, Tropfen gegen Augenentzündungen, künstliche Tränenflüssigkeit) gegeben und nachts Augenschalen, damit man nicht reibt.

Kosten pro Auge?
Die Kosten pro Auge belaufen sich ab etwa 800 EUR. Die Kostenübernahme durch Krankenkasse ist wie folgt geregelt: GKV: nein; PKV: ggf. teilweise.
 

Arzt mit Durchblick bei der Op // © FG Trade

Was ist Lasik?
Im Unterschied zu dem dem Laserverfahren PRK wird bei LASIK die Hornhaut unterhalb einer dünnen Lamelle (sog. „Flap”) modelliert, die vorab mit einem so genannten Mikrokeratom oder einem Femtosekundenlaser (so genannte Femto-LASIK) von der restlichen Hornhaut getrennt und aufgeklappt wurde. Im Anschluss an die LASIK-Behandlung wird der Flap in seine ursprüngliche Position zurückgebracht, wo es innerhalb weniger Tage wieder anwächst. Weitere Fakten zu LASIK:

Für wen geeignet?
Patienten, die unter Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung leiden. Zudem wird LASIK bei einer Hornhautdicke von ≥ 500 μm angewandt.

Maximale Dioptrienwerte?
Kurzsichtigkeit: bis -12 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +6 Dioptrien, Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien

Wie erfolgt der Eingriff?
In Sachen Anästhesie wird mittels Augentropfen eine örtliche Betäubung durchgeführt. Es erfolgt keine direkte Bearbeitung der oberen Hornhautschicht. Die Hornhaut wird unter einem “Flap” modelliert.

Gesamte Dauer der Behandlung?
Auch hier ist der Laser selbst ist nur wenige Sekunden im Einsatz, die gesamte Behandlung beläuft sich auf ca. 10 Minuten pro Auge. Bei dem Laser-Typ zur Modellierung der Hornhaut handelt es sich um einen Excimer-Laser (wenn der Hornhaut-Flap mittels Laser geschnitten wird, kommt auch der Femtosekundenlaser zum Einsatz). Bei dem Eingriff sind beide Augen in einer Sitzung machbar.

Was passiert nach der OP?
In der Regel kommt es nach dem Eingriff zu keinen Schmerzen. Das Wiedererlangen der vollständigen Sehkraft vollzieht sich innerhalb einiger Tage und die Heilungsdauer beläuft sich auf einen bis zwei Tage.

Zu welchen Risiken und Nebenwirkungen kann es kommen?
Einzig ein Trockenheitsgefühl wird als Nebenwirkung beschrieben.

Welche sonstige Nachsorge ist erforderlich?
Das Tragen von therapeutischen Kontaktlinsen ist nicht notwendig. Es werden jedoch Augentropfen gegeben (Antibiotika, Tropfen gegen Augenentzündungen, künstliche Tränenflüssigkeit), Nachts: Augenschalen, damit man nicht reibt.

Kosten pro Auge?
Die Kosten pro Auge liegen bei ab etwa 1.400 EUR - 2.000 EUR. Kostenübernahme durch Krankenkasse: GKV: nein; PKV: ggf. teilweise

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