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Dos and Dont’s - Manieren und Style-Etikette
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Dos and Dont’s Manieren und Style-Etikette

kk - 17.08.2022 - 17:00 Uhr

„Das richtige Wort am richtigen Ort, das ist die wahre Definition von Stil“, sagte der Schriftsteller Jonathan Swift und er sollte bis heute recht behalten, denn die Dos and Dont’s unterscheiden sich vielleicht minimal von Anlass zu Anlass, doch gute Manieren sind überall eine angenehme Eigenschaft. An besonderen Tagen gelten aber besondere Style-Etiketten, wie zum Beispiel am sogenannten schönsten Tag des Jahres – der Hochzeit. Was man dort – und gerade auch als Teil des Hochzeitspaars – besser unterlassen sollte und wie man sich ideal verhält, verraten wir Euch im Folgenden:

Begrüßung

Viele Freunde und Familienangehörige haben sich für euren besonderen Tag wahrscheinlich extra freigenommen und sind eventuell sogar weit angereist: Deshalb verdient jede Einzelne und jeder Einzelne auch eine eigene persönliche herzliche Begrüßung mit Handschlag oder Umarmung.

Gastgeberpflichten

Man kann als Hochzeitspaar nicht nur gewisse Vorzüge bei der Feier genießen, sondern hat auch ein paar Gastgeberpflichten einzuhalten: Auch wenn ein Wedding-Planer sich eventuell um alles Organisatorische kümmert, das Wohlergehen und die Wünsche eurer Gäste sollten euch nicht egal sein und haben Aufmerksamkeit verdient

Rede

Vielleicht findet so mancher die Rede des Bräutigams oder auch der Braut, je nachdem, wem in welcher Beziehungsform auch immer diese Rolle zugeteilt wird, antiquiert: Aber sie gehört zum Brauch und auch in gewisser Weise zur Etikette. Am besten bereitet man sich mit ein paar Stichwortzettel vor und verzichtet auf Witzchen aus dem privaten Liebesleben, die bei Gästen meist unangenehm ankommen. Worte der Dankbarkeit sind angebracht, denn schließlich bekommt man am Hochzeitstag viele Geschenke und Aufmerksamkeit.

Prost

Bei der Hochzeitsfeier wird gefühlt permanent auf das glückliche Paar angestoßen und um dabei nicht wie ein Tölpel auszusehen, sollte man sich an die goldene Regel halten: Ein Weinglas hält man immer am Stiel! Das verhindert schlampige Fingerabdrücke auf dem Glas und wirkt natürlich elegant. Zudem: Beim Anstoßen blickt man sich immer in die Augen.

Gesten

Auch wenn man oft als Hochzeitspaar besonders gestresst ist, sollte man die kleinen Gesten der Freundlichkeit nicht vergessen: Nicht nur in Punkto Gäste im Übrigen auch der Partnerin oder dem Partner gegenüber sollte man an diesem Tag besonders viel charmante Aufmerksamkeit entgegenbringen.

Präsenz

Ja, das Smartphone ist überall dabei und lockt mit seinen ständigen Neuigkeiten: Dennoch – am Hochzeitstag bleibt es am besten in der Tasche. Es ist angebracht, präsent zu sein und aktiv sowie interessiert an den Gesprächen teilzuhaben.

Tanzen

Nach ein paar alkoholischen Getränken hält sich vielleicht jeder für Fred Astaire, aber die innerlich gefühlte Eleganz und das geglaubte Rhythmus-Gefühl sehen dann doch nicht alle so: Deshalb – gerade beim eröffnenden Hochzeitstanz – sollte man gut vorbereitet sein und vielleicht vorab mit ein paar Tanzstunden üben...
... Mit diesen kleinen Regeln sollte sich niemand auf die Füße getreten fühlen, aber es ist dennoch zu beachten, dass Manieren kulturabhängig sind. Was wir hierzulande vielleicht als höflich empfinden – zum Beispiel ein Handschlag, gilt in vielen asiatischen Ländern oftmals als grob unhöflich. Mittlerweile nicht nur wegen Corona, sondern weil man sich hier mit einer Verbeugung begrüßt. Dennoch erleichtern gute Manieren weltweit sicherlich das Zusammenleben und so gilt auch heute noch, was Knigge sagte und definierte:
„Das Grundprinzip ist, man sollte sich so verhalten, dass das Verhalten von Freundlichkeit, von Rücksichtnahme geprägt ist“.

Welche allgemein gültigen Grundprinzipien sollte man also beachten?

Höflichkeit Seinem Gegenüber mit Offenheit und Freundlichkeit zu begegnen, ist nicht nur sympathisch, sondern auch empathisch. Kleine Worte wie „Bitte“, „Danke“ oder „Entschuldigung“ sollten nach wie vor eine Selbstverständlichkeit sein – auch wenn wir uns leider an einen sehr rauen Ton im Alltag, auch dank der Sozialen Medien gewöhnt haben. Gewöhnen wir uns lieber wieder ein bisschen mehr Freundlichkeit an!

Rücksicht Zu diesem Aspekt gehört es, dass man sich für andere – insbesondere Schwächere einsetzt – aber auch, dass man Zivilcourage zeigt und allen Menschen, die es brauchen, Hilfe leistet. Zur Rücksicht gehört aber auch die Toleranz, die man anderen Kulturen entgegenbringen sollte.

Pünktlichkeit Auch wenn dieser Punkt altmodisch erscheinen mag und dank der ständigen Kommunikation – Stichpunkt Messengernachricht – „ich komme später!“ – aufgeweicht wurde, Pünktlichkeit ist nach wie vor ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung des Gegenübers.

Aufmerksamkeit Aktives Zuhören bedeutet, dass man das Gegenüber anblickt, ernst nimmt und ihn ausreden lässt: Natürlich muss man die andere Person dabei nicht ständig anstarren, sondern kann auch ab und an den Blick schweifen lassen. Aber nebenbei rumzukritzeln oder auf dem Smartphone herumzutippen ist tabu.

Zuverlässigkeit Dies ist wohl die Basis für jedes Vertrauen – egal ob im Job oder in der Beziehung, nur wer getätigte Zusagen einhält, wird als zuverlässig geschätzt. Und wer einmal das Vertrauen anderer missbraucht, bekommt so schnell keine zweite Chance mehr.

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