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Gesunde Augen im Alltag // © BartekSzewczyk
Rubrik

Gesunde Augen im Alltag und was blaues Licht damit zu tun hat

kk - 30.05.2021 - 10:00 Uhr

Oft merken wir es nicht einmal, wie viel Anstrengung wir unseren Augen zumuten: Smartphones, Bildschirme und eintönige Belastung schaden ihnen massiv. Dabei sind unsere Augen für über 80 Prozent aller Sinneswahrnehmungen zuständig und wir sollten schon allein deshalb unser besonderes Augenmerk auf sie richten, um unsere Sehkraft möglichst bis ins hohe Alter zu erhalten. Mit diesen Tipps von A wie Augenschweifen bis Z wie Zwinkern klappt’s:

Auszeit
Bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit „starren“ wir oft viel zu lange auf ein Display und lassen unsere Augen dadurch schnell ermüden. Die Folge: sie tränen oder brennen, denn der normale Lidschlag, der für eine natürliche Befeuchtung sorgt, ist reduziert. Gönnen sie also nicht nur sich eine Kaffeepause, sondern auch ihren Augen eine Auszeit: Dazu am besten in regelmäßigen Abständen nach oben schauen und ca. zehn Sekunden mehrmals hintereinander blinzeln. Es hilft zudem, den Blick einfach einmal hin- und herschweifen zu lassen und in die Ferne zu blicken: Dabei sollte man Gegenstände in unterschiedlichsten Abständen fixieren, um die Augenmuskeln zu trainieren, die für die Nah- und Ferneinstellung zuständig sind. Denn nicht nur unser Körper und Gehirn, sondern auch unsere Augen brauchen die Abwechslung genauso wie die Entspannung, um gut zu funktionieren.

Raumklima
Nicht nur unser gesamtes Wohlbefinden, auch unsere Augengesundheit wird von diesem beeinflusst: Deshalb sollte man regelmäßig stoßlüften, um sauerstoffreiche und frische Luft hereinzulassen. Mit Zimmerpflanzen und Luftbefeuchter kann man für ausreichend Feuchtigkeit sorgen und in Sachen Licht sollte man auf warmeweiße LED-Lampen oder Tageslichtlampen setzen, die am meisten die sonnenähnliche und beste Helligkeit simulieren. So genannte Vollspektrumlampen sind flimmer- und blendfrei und entlasten die Augen ideal.

Wellness
Um seine Augen lange gesund zu halten, sind diverse Wellness-Einheiten ideal:

 

  • Palmieren: Bei dieser „Therapie“ legt man die gewölbte Hand vor die geöffneten Augen und achtet dabei darauf, dass möglichst wenig Licht durch die Finger scheint. Der Blick wird dann bis zu drei Minuten lang auf einen imaginären Horizont gelenkt und die Dunkelheit sowie Wärme der eigenen Hände in Ruhe – auch bei geschlossenen Augen – genossen.
  • Ohr-Akupressur: Auch die Ohren können in Sachen Augen-Wellness helfen, denn wenn man die Ohrläppchen für etwa drei Minuten sanft drückt und knetet, entspannen die Augen automatisch. Probiert es!
  • Massage: Diese Übung tut vor allem Brillenträger gut. Dazu Mittelfinger und Daumen an die Nasenwurzel legen und mit dem Zeigefinger zwischen den Augenbrauen ruhen. Alle drei Finger kreisen dann eine halbe Minute sanft und eine Augen-Erholung wird sich bald einstellen.
  • Kompressen: Abends, wenn allmählich Ruhe die Alltagshektik ablöst, ist diese Methode ideal. Fusselfreie Wattepads werden dazu in lauwarmem Wasser getränkt und für ca. zehn Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt. Erfrischung und Entspannung sind danach garantiert.
     
Blaues Licht // © Ignatiev

Ernährung
Man ist, was man isst – aber auch, was man trinkt: Deshalb sollte man über den Tag verteilt ca. zwei bis drei Liter trinken, das tut auch unseren Augen gut, für die Feuchtigkeit wichtig ist. Dazu kommen noch unterschiedliche Nährstoffe, die für die Augen gut sind:

 

  • Grünes Gemüse: Dieses enthält die Pflanzenfarbstoffe Zeaxanthin und Lutein und andere sekundäre Pflanzenstoffe, die Zellschäden im Auge vorbeugen, beim Tages- und Farbsehen helfen und vor freien Radikalen schützen. Geeignet sind Spinat, Brokkoli, Erbsen oder Grünkohl.
  • Betacarotin: Dass Karotten gut für die Augen sind, ist keine Binsenwahrheit. Denn diese enthalten viel von diesem Wirkstoff, der das Hell-Dunkel-Sehen unterstützt. Betacarotin findet sich aber auch in Roter Beete, Kürbis oder Paprika.
  • Vitamin C hat eine enorme antioxidative Wirkung, die den Augen ebenfalls guttut und unter anderem in Zitrusfrüchten, Petersilie oder Kiwis steckt.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese beugen trockenen Augen vor und fördern die Sehkraft allgemein. Sie finden sich in Walnuss- oder Leinölen sowie in Kaltwasserfischen.

 

Blaues Licht:
Was romantisch klingt, ist laut Studien schlecht für unsere Augen. Denn Blaues Licht wird vor allem von Tablets, Computerbildschirmen oder Smartphones ausgestrahlt und die dauerhafte Benutzung dieser Objekte sorgt für Konsequenzen in Sachen Augenlicht. Wissenschaftlern zufolge nimmt in unserer Gesellschaft die Kurzsichtigkeit extrem zu, die Netzhaut wird geschädigt und ein Zusammenhang von nächtlicher Beleuchtung mit Blauem Licht und einigen Krebsarten könnte ebenfalls bestehen. Deshalb sollte man sich – neben einem vernünftigen Nutzungsverhalten – Lese- oder Bildschirmbrillen zulegen, die den Blauanteil reduzierten. Mit diesen Tricks werden die Aussichten für die Augen auch wieder rosiger!

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