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Versicherungen im Alter // © AdShooter
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Versicherungen im Alter Welche braucht man?

kk - 10.10.2021 - 10:00 Uhr

Sicherlich, das Thema Versicherungen ist nicht besonders sexy. Und das Thema „Versicherungen im Alter“ schiebt man noch lieber vor sich hin, dennoch lohnt es sich, in den Aktenordnern mal nachzusehen, welche man braucht und welche vielleicht überflüssig geworden sind. Mit folgenden Tipps, kann man leichter Ordnung und Sinn in seinen Versicherungsstatus bringen, wenn zum Beispiel das Rentneralter naht. Und danach kann man sich entspannt wieder weniger trockenen Dingen widmen, denn oft hat man nun sogar auch noch Geld gespart!

Haftpflichtversicherung
Im Prinzip ist diese Versicherung die wichtigste für alle, denn die private Haftpflichtversicherung hilft, wenn man Sachgegenstände von anderen beschädigt oder gar anderen Menschen schadet. Das gilt für die teure Vase beim Bekanntenbesuch oder auch wenn man als Fußgänger versehentlich einen Unfall herbeiführt. Im Alter gilt es nun zu überprüfen, wer alles hier eigentlich mitversichert ist, denn oft sind hier ganze Familien mitversichert. Wichtig ist eine pauschale Deckelungssumme, die bei mindestens zehn Millionen Euro liegen sollte. Des Weiteren sollte eine Forderungsausfall-Deckung enthalten sein: Diese ist notwendig, wenn jemand anderes ohne eigene Haftpflichtversicherung sie schädigt, denn dann kommt die eigene Versicherung auf. Im Alter sind oft auch lebensverändernde Situationen eingetreten, zum Beispiel hat man ein Haustier angeschafft oder engagiert sich im Ehrenamt – auch diese Bereiche sollte man dann mitversichern.

Hausratsversicherung
Nachdem nicht nur Möbel zu dieser Versicherung zählen, sondern auch Bücher, Fahrräder im Keller oder auch Kleidung, ergibt sie im Alter zudem Sinn: Achten muss man darauf, dass der Versicherungswert nicht die Versicherungssumme übersteigt, es sollte also ein „Unterversicherungsverzicht“ im Vertrag stehen. Zieht man im Alter in eine kleinere Wohnung und es wird dabei viel entsorgt, sollte man bei dieser Gelegenheit eine Meldung an die Hausratsversicherung abgeben, um nicht zu hohe Beiträge zu zahlen.

KFZ-Haftpflichtversicherung
Jeder, der ein Auto fährt, braucht diese: Aber es gibt natürlich Varianten wie Teil- und Vollkasko. Im ersten Fall werden Schäden am Wagen durch Wildtiere oder Elementarschäden versichert, im zweiten Fall sind auch selbst verschuldete Unfälle abgedeckt. Nun gilt es zu prüfen, was im Alter für einen selbst Sinn ergibt und wie viele Kilometer man im Jahr unterwegs ist – denn auch danach berechnen sich die Beiträge. Geraten wird allgemein zu einer pauschalen Deckungssumme von 100 Millionen Euro.

Berufsunfähigkeit und Krankentagegeld
Im Rentenalter kann man sich diese Versicherung sparen, aber diese Policen laufen nicht zwangsläufig aus, wenn das Arbeitsleben beendet wird: In diesem Fall müssen diese Versicherungen gekündigt werden, das geht normalerweise schnell per schriftlicher Mitteilung per E-Mail oder Brief.

Auslandskrankenversicherung
Endlich Zeit zu reisen! Doch wer im Urlaub oder bei einem längeren Auslandsaufenthalt krank wird, sollte eine gute Versicherung haben, um nicht selbst für horrende Behandlungskosten aufkommen zu müssen. Im EU-Ausland wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht immer der volle Anteil übernommen und Rückführungsgebühren sind ebenfalls nicht enthalten. Bei Fernreisen ist eine Auslandskrankenversicherung sowieso ratsam. Bei älteren Menschen sind dabei die Beiträge oft höher, deshalb lohnt sich hier ein Vergleich diverser Angebote. Aber keine Angst, sehr teuer wird es nicht, man kommt teilweise sogar mit unter zehn Euro im Jahr hin.

Unfallversicherung
Die Rente ist von einem Unfall nicht betroffen, aber eine dementsprechende Versicherung kann dennoch sinnvoll sein, denn immer mehr rüstige Rentner geben gefährlichen sportlichen Hobbys nach. Wenn Unfälle dann gesundheitliche Einschränkungen nach sich ziehen, die zum Beispiel teure Hausumbauten nötig machen, kann eine Unfallversicherung hilfreich sein. Auch hier sollte man jedoch genau prüfen, welche Dinge miteingeschlossen sind.

Private Zusatz-Pflegeversicherung
Pflegebedürftig im Alter zu werden ist nicht schön, noch schlimmer ist es, wenn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen um alle anfallenden Kosten zu decken. Die private Zusatz-Pflegeversicherung kann helfen, diese Lücke zu schließen. Hierzu sollte man sich am besten schon vor dem Renteneintritt Gedanken machen und anhand von erwarteten Geldern, laufendem Einkommen und Privatvermögen abschätzen, wie gut man bereits für den Bedarfsfall gerüstet ist.

Sterbegeldversicherung
Ist denn nicht einmal der Tod umsonst? Für einen selbst vielleicht schon, doch für die Hinterbliebenen können Bestattungskosten sehr belasten. Nachkommen erhalten mit dieser kapitalbildenden Lebensversicherung Geld. Man muss aber mit hohen Summen zum einzahlen rechnen, so dass die Hinterbliebenen oft sogar weniger am Ende herausbekommen als eingezahlt wurde. Eine Alternative in dem Fall ist, lieber Geld direkt zurücklegen und sich die Versicherung mit dem unschönen Namen sparen.

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